Info: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.
Da hab ich mir mal wieder die Nacht für eine Preisverleihung um die Ohren gehauen. Aber wenn’s um die Globes geht, kann man das als alter Awardjunkie schonmal machen. Ich betrachte die Golden Globes immer als Wachbleib-Training für die Oscars und mag diesen Preis sehr gern, weil mir die Vergabekriterien im Vergleich zu den Goldjungs immer wesentlich ehrlicher erscheinen und auch noch TV-Produktionen ausgezeichnet werden, womit die sonst so strenge Trennung aufgehoben wird. ‘Gelohnt’ hat sich das Durchhalten diesmal auch, da gleich mehrere meiner Favoriten das Rennen gemacht haben: Helen Mirren, Meryl Streep, Hugh Laurie, Kyra Sedgwick und Grey’s Anatomy.
Meine Wunschfilm-Guckliste hat durch die Gewinner wieder etliches zugelegt: “The Queen” (war sowieso drauf - und zwar ganz oben), “Babel”, “Der letzte König von Schottland” und evtl. “Dreamgirls” (trotz des nervigen Eddie Murphy der noch nervigeren Beyoncé). Bei den TV-Preisträgern hoffe ich inständig, daß wir hier nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag auf die Ausstrahlung warten müssen: “Elisabeth I“, “Broken Trail” und “Gideon’s Daughter” sind extrem vielversprechend!
Weniger geschmeckt hat mir, daß die US-Variante von “Verliebt in Berlin” so abgeräumt hat. Die blöde Aschenputtelstory war schon bei uns das Allerletzte und die Einspieler während der Show sahen nicht viel anders aus, als unser Machwerk. Ebenfalls total daneben: Der beste fremdsprachige Film für die US-Produktion “Letters from Iwo Jima” von Eastwood. Um Gottes Willen nichts gegen Großmeister Clint, aber in dieser Kategorie sollte der Preis wie vorgesehen ins Ausland gehen und nicht als Mogelpackung unter der Hand verschachert werden, damit sich die Herren und Damen Abstimmer bloß nicht zwischen Eastwood und Scorsese entscheiden müssen. Es hackt wohl.
Meine persönlichen Globes der Nacht gingen an: Hugh Laurie für die beste, witzigste und bissigste Dankesrede, Salma Hayek für das Kleid, die Abstimmer der Foreign Press für das totale Übergehen des “Lost”-Bullshits und das eisige Ignorieren des arroganten Halbaffen Leonardo DiCaprio, Helen Mirren und Meryl Streep für das Niederwalzen aller jungschen Hühner durch pure Präsenz und last but not least jeden Ami, der Sacha Baron Cohen nicht für Borat verklagt hat (wie er selbst so schön sagte). Und die echten Globes gingen an:
Sparte Film:
Bester Film Drama
Babel
Bester Film Komödie/Musical
Dreamgirls
Beste Regie
Martin Scorsese - Departed
Bester fremdsprachiger Film
Letters from Iwo Jima (USA) – Clint Eastwood
Bester Hauptdarsteller Drama
Forest Whitaker – Der letzte König von Schottland
Beste Hauptdarstellerin Drama
Helen Mirren – The Queen
Bester Hauptdarsteller Komödie/Musical
Sacha Baron Cohen – Borat
Beste Hauptdarstellerin Komödie/Musical
Meryl Streep – Der Teufel trägt Prada
Bester Nebendarsteller
Eddie Murphy – Dreamgirls
Beste Nebendarstellerin
Jennifer Hudson – Dreamgirls
Bestes Drehbuch
Peter Morgan – The Queen
Beste Filmmusik
Alexandre Desplat – The Painted Veil
Bester Filmsong
Prince - Happy Feet – “The Song of the Heart”
Bester Animationsfilm
Cars
Sparte TV:
Beste Serie Drama
Grey’s Anatomy
Bester Serien-Hauptdarsteller Drama
Hugh Laurie – Dr. House
Beste Serien-Hauptdarstellerin Drama
Kyra Sedgwick – The Closer
Beste Serie Komödie oder Musical
Ugly Betty
Bester Serien-Hauptdarsteller Komödie oder Musical
Alec Baldwin – 30 Rock
Beste Serien-Hauptdarstellerin Komödie oder Musical
America Ferrera – Ugly Betty
Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm
Elizabeth I
Bester Hauptdarsteller Mini-Serie oder Fernsehfilm
Bill Nighy – Gideon’s Daughter
Beste Hauptdarstellerin Mini-Serie oder Fernsehfilm
Helen Mirren – Elizabeth I
Bester Nebendarsteller Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm
Jeremy Irons – Elizabeth I
Beste Nebendarstellerin Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm
Emily Blunt – Gideon’s Daughter
Cecil B. DeMille Award (Lebenswerk)
Warren Beatty





















19.05.2012 um 3:14