R.I.P. - Men in Trees

um 17:39 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

Und schon ist es schlagartig wieder vorbei mit meiner guten Laune: Wie ich soeben erfahren durfte, stellt ABC die schnurrige Frauen-vs.-Männer-in-Alaska-Serie Men in Trees nach nur 2 Staffeln ein. Bei einen kurzen Blick auf die Hintergründe könnte man fast den Verdacht hegen, daß ABC der Serie - aus welchen nebulösen Gründen auch immer - absichtlich den Todesstoß versetzt hat. Immerhin brachte es der Sender nicht nur fertig der Serie während diesen beiden Staffeln ganze 6 Mal einen anderen Sendeplatz zu verpassen, sondern war auch noch so dreist diverse Folgen der ersten und zweiten Staffel willkürlich durcheinander zu senden. Da kann es sogar dem grössten Hardcore-Fan vergehen und schon ist der hausgemachte Quotentod perfekt.

Ich gebe ja zu, daß Men in Trees nicht gerade anspruchsvoll oder auch nur ansatzweise spannend war. Allerdings hatte die mehr als sympathische Crew rund um Anne Heche offensichtlich einen Heidenspaß an der Sache und deswegen hat es mir auch Spaß gemacht zuzugucken. Und natüüürlich hat das ewige Hin und Her zwischen Marin und ihrem begriffsstutzigen Wildhüter irgendwann genervt, aber da das ganze Drumherum so stimmig war, konnte man diese Mätzchen locker verkraften.

Wenigstens traf die Men in Trees Macher das Aus nicht ohne Ankündigung und deswegen wird die Wohlfühl-Serie auch in der letzten Folge von Staffel 2 mit einem ‘richtigen’ Ende versehen, das alle wichtigen offenen Handlungsstränge verknüpft. Sowas ist ja heute auch nicht mehr selbstverständlich.

Hier bei uns läuft Men in Trees eigentlich auf VOX, befindet sich aber gerade in einer ‘Pause’ auf unbestimmte Zeit, weil die Quoten nicht so pralle waren. Zwischen den ganzen Krimiserien ist das sogar irgendwie nachvollziehbar, denn Men in Trees ist nunmal pures Frauenzeugs und passt eigentlich gar nicht so richtig in das aktuelle abendliche Programmschema des Senders. Aber gerade im Zusammenhang mit dieser plötzlichen ‘Pause’ mitten in Staffel 1 ist mir zum ersten Mal so richtig bewußt geworden, daß VOX neuerdings auch einen auf Pro7 macht und den Serienfans einfach so nach Lust und Laune den Stinkefinger zeigt. Die Kuschelweichzeiten sind offenbar vorbei, in denen um jeden Preis bis zur letzten Staffel durchgezogen wurde, und wenn es nachts um 1:00 war: Ich erinnere wehmütig an das umwerfende Familienepos Six Feet Under, bei dem VOX noch tapfer bis zum bitteren Ende durchgehalten hatte, was ich dem Sender immer hoch anrechnen werde. Dann bin ich mal gespannt, wann Marin & Co wieder aus dem Giftschrank raus dürfen und ich den Rest zu sehen kriege. Man soll die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben…
(via)

Offizielle AlaskaMännerBaumschule

Werft den Purschen zu Poden…

um 16:08 da reingeschubst: Fernsehen, Film || Fremdplörre: Comment (1)

…aber prügelt ihn nicht, sondern knuddelt ihn mal so richtig durch und verpasst ihm einen fetten Burtstischmatzer mitten ins Gesicht: The one and only Michael Palin wird heute sage und schreibe 65 Lenze alt jung! Eeeigentlich steh ich ja nicht auf solche Gratulationsposting, aber hier mache ich ne glatte Ausnahme, denn wer mir in den letzten 37 1/2 Jahren durchweg so viel Spaß bereitet hat, der kriegt auch einen herzhaften Burtstigruß von mir. Und weil ich grade gut drauf bin, singe ich sogar noch was: Häppie Börsdäi tu juuu, häppie börsdäi tuuu juuuu…*schmetter* Ihr könnt jetzt aufhören euch zu gruseln und die Finger wieder aus den Ohren ziehen, denn hier ist noch der Klicker zu seinem grandiosen Interview in der SZ: “Das Inseldasein hat ja in glorreicheren Zeiten maßgeblich zur britischen Selbstüberschätzung beigetragen. Wir selbst waren nicht die Insel - alles andere war die Insel!”

HobbyWeltenbummlerMichael

[REC]

um 3:57 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (5)

Originaltitel: [REC]
Genre: Horror, Thriller, (unfreiwillig) Comedy
Land: Spanien
Jahr: 2007
Regie: Jaume Balagueró und Paco Plaza
Darsteller: Manuela Velasco, Javier Botet, Manuel Bronchud, Martha Carbonell, Vicente Gil, uvm
Läuft ab: 08.05.2008
Offizielle Webseite:
www.3l-filmverleih.de/rec

Inhalt: Fernsehmoderatorin Angela Vidal und ihr Kameramann Pablo wollen eigentlich nur für eine Reality-Soap die Nachtschicht in einer Feuerwache dokumentieren. So denken sie sich nichts weiter, als die Feuerwehrmänner zu einem Routine-Einsatz in ein altes Mietshaus gerufen werden. Dort sollen sie der Polizei die Tür zur Wohnung einer alten Frau öffnen, die offenbar hilflos ist und sich durch Schreie bemerkbar gemacht hat. Doch dann werden die Helfer von der blutverschmierten Frau in der Wohnung angegriffen. Ein Polizist wird von ihr sogar gebissen und schwer verletzt. Da das Gebäude aber mittlerweile vom Gesundheitsamt abgesperrt wurde, sind das Fernsehteam, die Beamten, die Feuerwehrmänner und die Mieter im Haus gefangen. Dann bricht plötzlich die Hölle los.

Lola meint: Hurra. Tröööt. Und noch ein Wackelcam-Film. Was ich grundsätzlich von diesem Subgenre halte oder anders gesagt daran hasse, habe ich letztens schon mal beiläufig erwähnt. Immerhin - was der Trailer zu Cloverfield nicht geschafft hat, hat zumindest der [REC]-Trailer hingekriegt: Ich hab mal kurzzeitig meine Abneigung gegen verwackelte Pseudo-Amateurbilder beiseite gepackt und mir den Streifen angesehen.

Wie ich der offiziellen [REC]-Webseite entnehmen darf, haben die beiden Regisseure Jaume Balagueró und Paco Plaza absichtlich den Mockumentary-Stil gewählt, um so viel Angst und Schrecken wie möglich zu verbreiten. Ich fände es besser, wen die beiden so ehrlich wären zuzugeben, daß sie nur deshalb auf ein anständiges Bild verzichtet haben, weil sie a) der irrigen Annahme waren, daß sie dadurch ihr Butterbrotpapierdünnes Drehbuch besser vertuschen können - sofern ein solches überhaupt existiert hat – und es b) gerade furchtbar hip ist das Publikum seekrank zu machen. Wenn nämlich überhaupt irgendwas an [REC] auffällt, dann ist es das mit Gewalt in die Story gepreßte Fernsehteam, das für die Storyline überflüssig wie eine Zecke am Hintern ist und offensichtlich nur als Alibi für das Kameragewackel und obendrein als Füllmaterial dient, um überhaupt auf Spielfilmlänge zu kommen.

Halt. Ich könnte mir sogar noch einen dritten Grund vorstellen: Jaume und Paco wollten sich wahrscheinlich einen Spaß machen und mich mit ihrer miesen Hauptdarstellerin bis zur Weißglut nerven. Manuela Velasco, die die Moderationspraktikantin Angela gibt und deswegen während 98% des Films im Bild ist, fährt mangels Talent entweder die penetrante Bambi-Niedlichkeitsschiene oder macht einen auf völlig überdrehtes, dauerquasselndes Nervenbündel, womit sich ihr Spektrum auch schon erschöpft hätte. Man könnte meinen, daß das an Talent für einen Horrorfilm reicht, aber blöderweise machen ihre limitierten Fähigkeiten die Dame so unsympathisch, daß mir ihr Schicksal komplett egal war und ich mir schon recht früh nur noch gewünscht habe, die ‘Infizierten’ würden sie endlich zum Schweigen bringen.

Wer meint, daß ich bereits die Hasskappe auf habe, der liegt falsch, denn die ziehe ich jetzt erst aus der Schublade. Kommen wir zum oben erwähnten kaum vorhandenen ‘Drehbuch’. Allein das Wort dürfte schon länger sein als das Skript, das Jaume und Paco wahrscheinlich auf ein Tempotaschentuch gekritzelt hatten. Obwohl der Streifen noch nicht mal die magische 90 Minuten Grenze schafft, haben die beiden trotzdem jede sich bietende Gelegenheit genutzt, um die Charaktere so unglaubwürdig wie möglich erscheinen zu lassen. Ich möchte gerne mal Polizisten und Feuerwehrmänner sehen, die im Einsatz sofort komplett ausflippen, rumrennen wie ein Hühnerhaufen und konsequent nur noch völlig hysterisch irgendeinen Blödsinn veranstalten, nur weil etwas Unvorhergesehenes passiert bzw. weil ein Kollege verletzt wird. Das ist mindestens ebenso unglaubwürdig wie der Vorgang, daß das Gesundheitsamt wegen einer Meldung eines Veterinärs über einen unbekannten Krankheitserreger bei einem Hund innerhalb von ein paar Minuten einfach mal so das ganze Haus abriegelt und keinen mehr raus lässt. Klar doch. So einen Schwachfug empfinde ich in einem Film, der sich gerne als ‘realistisch’ darstellen will und deswegen einen auf Pseudo-Doku macht, um so mehr als persönliche Beleidigung und da hört der Spaß auf. Da ist es fast schon Nebensache, daß der ganze Streifen und jeder seiner armseligen Schockeffekte so vorhersagbar wie der Inhalt des nächsten Pilcher-Films im ZDF ist.

Und was lernen wir daraus? Grundloses Herumgerenne nebst dauerndem hysterischen Geplärre und einer mich um den Verstand quatschenden Angela (stirb endlich, du Aas!) erzeugt noch lange keine Spannung. Das Einzige, was an [REC] einigermaßen gefetzt hat, waren die letzten paar Minuten im Nachtsichtmodus inklusive eines Zombies einer Infizierten, die aussah wie Kate Moss ohne Klamotten, aber dafür mit riesigem Schiesserschlüpper. Dafür leier ich mir zwei Gnadenpunkte raus und weil ich grade in großzügiger Stimmung bin, ignoriere ich sogar die blöde Holzhammer-Erklärung mit der besessenen Göre, sonst müsste ich die Gnadenpunkte nämlich gleich wieder abziehen.

★★☆☆☆☆☆☆☆☆ 2/10

 
 

Es wird wolkig

Kram & Zeugs

Lizenz


Aboquatsch
Add to Technorati Favorites
Add to Google
Join My Community at MyBloglog!
Mit Bloglines abonnieren

Jibbs ooch noch
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Bloggeramt.de

Bits about moi






Mist! Ich bin nur
Bist du Zombie-Proof? Teste dich!

Bin irgendwo zwischen
Egoload - Analytischer DenkerundEgoload - Unabhängiger Denker