Fremdschämen zur Primetime - Gülcan und Collien ziehen aufs Land

um 23:56 da reingeschubst: Fernsehen || Fremdplörre: Comments (15)

Es war einmal in einem kleinen bayrischen Dorf, wo drei Generationen einer im Moment noch glücklichen Bauernfamilie unter einem Dach wohnten und einen Hof bewirtschafteten. Diese Familie ahnte ja nicht, worauf sie sich eingelassen hatte, als sie zustimmte Tussi und Ische aus der großen Stadt für 3 Wochen als Praktikanten aufzunehmen. Sie konnten ja auch nichts ahnen, denn da sie wegen der ganzen Arbeit kaum Zeit zum Fernsehen haben, kennen sie natürlich nicht das peinliche US-Original, von dem Pro7 die überflüssige Idee gekauft hatte und Tussi und Ische haben sie vorher auch noch nie gesehen. Muss man auch nicht, denn man hat nichts verpasst wenn man nichts davon kennt, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Heute sollten also die neuen Praktikantinnen in das beschauliche Dorf einfallen. Das taten sie auch und mit ihnen kamen sage und schreibe 13 Koffer an, über deren finstere wie geschmacklose Geheimnisse man nicht mal zu spekulieren wagt. Während Tussi und Ische noch der Meinung waren, dass sie direkt in ihre riesigen Gästezimmer stöckeln können, um sich dort erstmal von der überaus anstrengenden Reise im mit breiten Ledersitzen ausgestatteten Luxus-Hubschrauber zu erholen, lauerte im Kuhstall schon die Realität in Form von Arbeit. Also rein in die Overalls und Gummistiefel und ab zu den Kühen. Tussi und Ische quälten sich ein falsches Industrielächeln raus, ließen die kurze Einweisung über sich ergehen und gierten nur auf ihre Zimmer.

Das Hallo war natürlich groß, als sie bemerkten, dass nur ein Zimmer mit zwei Betten für sie vorgesehen war. Eigentlich klar, denn das ist nunmal ein Arbeitsaufenthalt und kein Wellnessurlaub und das wird sich auch durch den mysteriösen Inhalt der 13 Koffer nicht ändern. Natürlich machten sich Tussi und Ische sofort daran die beiden halbwüchsigen Söhne der Familie dazu zu nötigen eines der Kinderzimmer für sie zu räumen. Blöderweise ist die Familie ziemlich gutmütig und stimmte dem Plan dann auch zu. So konnte endlich die Nacht über das kleine Dorf hereinbrechen, denn die beiden verwöhnten Gören hatten ihren Willen durchgesetzt und jede konnte in ihrem eigenen Zimmer ins Bett gehen.

Als der neue Tag mit dem ersten Hahnenschrei anfing, war die Stimmung im Praktikantinnenlager erstmal noch überraschend gut. Leider merkten wir und die Bauernfamilie dann ziemlich schnell, dass Arbeit nicht so wirklich das Ding der beiden sinnlosen Existenzen ist. Ob Kühe füttern, ausmisten, putzen, kochen - Tussi und Ische waren verdammt kreativ darin sich vor allen anfallenden Aufgaben zu drücken und die ganze Sache als Riesenspaß zu betrachten. Und weil Sonntag war, fand nachmittags auch noch ein Fest im Nachbardorf statt, bei dem sich Tussi und Ische in ihren lächerlichen, denkbar unpassenden Designerfetzen und mit ihrem unmöglichen Benehmen so richtig zum Horst machen konnten. Vor dem Fernseher wurden die Stossgebete unterdessen immer lauter, dass die Landbevölkerung hoffentlich nicht meint, dass alle Menschen aus der Stadt so stinkendfaul und dummdreist sind wie die beiden Negativbeispiele und dass die Bauernfamilie doch in den nächsten Tagen bitte andere Saiten aufziehen möge.

Und wenn sie nicht gestorben sind und der Sender den Mist wegen der Quoten nicht morgen schon wieder absetzt, dürfen wir uns auch nächste Woche wieder so richtig fremdschämen. Jo sakra - i freu mi narrisch…

 
 

Janz früher mal...

 

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