Anamorph - Die Kunst zu töten

um 3:56 da reingeschubst: DVD, Film || Fremdplörre: Comments (0)

Originaltitel: Anamorph
Genre: Thriller
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Henry Miller
Darsteller: Willem Dafoe, Scott Speedman, Peter Stormare, Clea DuVall, uvm
DVD: seit 05.06.2008 in der Leihe
Offizielle Webseite:
www.kochmedia.de/anamorph

Inhalt: Detective Stan Aubray ermittelt mit seinem Kollegen Carl in einer Mordserie. Diese ähnelt der Handschrift eines Psychopathen, den Stan Jahre zuvor gestellt hat: Der brutale Serienkiller erschafft mit der Leiche seines Opfers am Tatort ein bizarres Kunstwerk. Damit ahmt er die Anamorphose nach, eine in der Malerei verwendete Technik, in der zwei scheinbar zusammenhangslose Motive ein Gesamtbild ergeben, wenn man sie aus einer bestimmten Perspektive betrachtet. Und Stan muss bald alles in Frage stellen, um nicht selbst das nächste Opfer zu werden.

Lola meint: So kanns gehen: Da freut man sich ohne Ende auf einen Film, weil man vom Trailer so richtig böse weggerockt wurde und dann entpuppt sich der Streifen als Nullnummer. Ein typischer Fall von außen hui, innen pfui oder auch wir schnippeln die besten Szenen einfach in den Trailer und warten ab, wer alles drauf reinfällt. Ich für meinen Teil bin voll drauf reingefallen und ärgere mir die Platze. Gar nicht mal wegen der verschwendeten Zeit und den paar Talern fürs Leihen, sondern vielmehr über die Frechheit des unmotivierten Drehbuchschmierers ein so bemerkenswertes Thema dermaßen vor die Wand zu fahren.

Hatte überhaupt schon mal jemand die Idee Anamorphose in einem Film zu verwenden? Und wie scheißegal muss einem alles sein, um diese Chance so überhaupt nicht zu nutzen? Der Streifen hat zwar Atmosphäre und mächtig kranke Einfälle satt, aber er macht nichts daraus. Anamorph verreckt an oberflächlichen Charakteren, die unverständliche Dinge tun und deren Beziehung zueinander im Dunkeln bleibt. Dazu gesellt sich eine Story, die im Grunde aus einzelnen Geistesblitzen lieblos zusammengetackert wurde, ohne auch nur ansatzweise ein homogenes Ganzes bilden zu können und einem zur Krönung permanent irgendwelche Fakten per Behauptung vor den Latz knallt, um die im Grunde nicht vorhandene Storyline voranzutreiben bzw. irgendwo hinzuführen. Blöd, dass sie nirgends ankommt. Friss oder stirb, aber frag ja nicht nach.

Die schlimmste Verschwendung neben der geradezu genialen Grundidee ist der Hautdarsteller: Willem Dafoe, der verdammt noch mal spielen kann, wie er schon oft genug beweisen durfte, wird mit seiner Figur vom Drehbuch hilflos im Regen stehen gelassen und pendelt zwischen Wodka, Zwangsneurosen, unsozialem Verhalten und einem nicht verarbeiteten Trauma hin und her. Nur leider wird ihm und uns verschwiegen, was denn genau für seinen desolaten Zustand verantwortlich ist. Außer lahmen Andeutungen kommt da nichts. Und was war vor ein paar Jahren mit diesem Serienmörder, der Dafoes Figur Stan Aubray offenbar so böse mitgespielt hat? Andeutungen. Und wer ist das junge Mädel, das Aubray privat trifft und mit der er immer kryptisch über ein schlimmes Erlebnis spricht? Andeutungen. Und wen spielt da eigentlich Peter Stormare genau? Er trifft sich dauernd mit Dafoe in einem Café, tut kumpelhaft, verkauft ihm Antiquitäten, weiß alles und gibt schlaue Ratschläge. Aber wer er ist – diesmal keine Andeutungen. Null. Nada. Wozu auch. Er ist einfach da und das hat man zu akzeptieren. Genau so wie den winzigen, ca. 20-sekündigen und komplett sinnfreien Cameo von Debbie Harry als Aubrays Nachbarin. Vielen Dank für dieses Gespräch.

Was treibt denn dann eigentlich der fleißige Serienkiller mit der Vorliebe für ausgefallene Maltechniken, wenn der Rest so ausgebrochen mies umgesetzt wurde? Der darf sich wenigstens schön austoben und sorgt eindeutig für die wenigen Highlights in dieser Gurke, denn die Auffindesituationen seiner Opfer muss man eigentlich mal gesehen haben. Mein Favorit der kranken Einfälle ist eindeutig das vergammelte Fleisch-Mobile, das sich unter dem richtigen Blickwinkel in einen morbiden Greifvogel verwandelt. Blöd nur, dass man nie sieht, wie er sich an seine Opfer ranwanzt, geschweige denn ihnen das Licht ausknipst, nach welchem Muster er sie überhaupt auswählt, warum er ausgerechnet auf Anamorphose steht, was er eigentlich mit dem Killerkollegen von vor ein paar Jahren zu tun hat, wie immer wieder behauptet wird und warum er Aubray so lieb hat, dass er ihm dauernd Hinweise zukommen lässt. Sowas würde nur unnütze Spannung erzeugen und die kann man in einem Thriller ja nun überhaupt nicht gebrauchen. Und einen anständigen, alles auflösenden Showdown auch nicht. Nicht, dass noch jemand in den letzten 10 Minuten aufwacht. Merkt man eigentlich, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon leicht verzweifelt bin? Seufz.

Und was haben wir hier nun? Neben Fragen über Fragen eine brillante Idee und einen renommierten, vom Pech verfolgten Hauptdarsteller. Beide werden in einem unterirdischen Drehbuch verheizt, das jeder Anfänger im Autorengrundkurs besser hinbekommen hätte. Sowas tut weh. Und es ist überflüssig. Schande über die Verantwortlichen.

★★★★½☆☆☆☆☆ 4,5/10

Zombie Strippers

um 23:16 da reingeschubst: DVD, Film || Fremdplörre: Comments (5)

Originaltitel: Zombie Strippers!
Genre: Trash, Horror, Comedy
Land: USA
Jahr: 2008
Regie: Jay Lee
Darsteller: Jenna Jameson, Robert Englund, Roxy Saint, Joey Medina, Shamron Moore, Penny Drake, Jennifer Holland, uvm
DVD (Unrated): seit 29.05.2008 in der Leihe
Offizielle Webseite:
www.zombiestrippers-movie.com

Inhalt: Als eine geheime Regierungsorganisation einen chemischen Virus freisetzt, der Tote wieder zum Leben erweckt, ist der angesagte illegale Stripclub Rhino’s als erstes betroffen. Stripperin Kat infiziert sich unabsichtlich mit dem Virus, verwandelt sich in eine übermenschliche, Fleischfressende Zombiestripperin und wird zum Star des Clubs. Alle Gäste wollen nur noch sie strippen sehen und buhen die anderen Mädels von der Bühne. Können die anderen Stripperinnen der Versuchung widerstehen sich auch infizieren zu lassen, um auf diese Weise so erfolgreich wie Kat zu werden?

Lola meint: Wooooohoooaaa. War DER schlecht. Muss ich dazu eigentlich noch mehr schreiben? Im Grunde ist jeder weitere Buchstabe nur eine zusätzliche sinnlose Verschwendung von Lebenszeit, von der ich schon genug bei Ansicht dieses Blödsinns verballert hab. Aber differenzieren wir erstmal: Es gibt schlechte Filme, die so mies sind, daß man sie guten Gewissens schonwieder gut finden kann, weil sie z.B. unwiderstehlichen Trash-Charme, reichlich Augengezwinker und Anglotzabfeierpartyabend-Qualis haben und es gibt schlechte Filme, die sind einfach nur schlecht. Zombie Strippers fällt eindeutig in die zweite Kategorie.

Regisseur Jay Lee hat sich offenbar vorgenommen mit einem Budget von (grob geschätzt) 500 Dollar einen Mörderkultfilm zu drehen. Dieser Vorsatz schreit einem jede Filmsekunde lang verkrampft entgegen und deswegen hat es mich umso mehr gewundert, daß ihm zum Thema Kultfilm nicht mehr als Zombies, Plastiktitten und ein paar lahme Gags eingefallen sind. OK - Zombies sind zwar durchaus eine gute Grundlage, aber wenn der Rest nicht stimmt, beißen…äh reißen die verlodderten Kadaver auch nix mehr raus.

Eine Story ist nur rudimentär vorhanden und nicht weiter erwähnenswert. Das soll aber nicht weiter stören, denn ZS soll ja eigentlich einfach nur Spaß machen. Tut er aber nicht. Das liegt vor allem an der fehlenden Spannung, denn endloses, völlig talentfreies und komplett unaufregendes Gestrippe von mächtig hässlichen Bräuten wird auch nach der x-ten Wiederholung nicht besser. Vorneweg langweilt das totgepimperte Pornowrack Jenna Jameson, die inzwischen wie eine lebende Warnung vor den Gefahren der Plastischen Chirurgie rumrennt. Der Gesichtsfasching ist (angeblich) 34, sieht aber eher wie eine verzweifelt auf jung geschnippelte 50-jährige aus und ich hatte zwischendurch echt Schiss, daß ihr entweder ne Liftingnaht aufplatzt oder ihr die grotesk schlecht gemachten Silikontitten die mageren Rippenbögen eindrücken. Wer will sowas nackt sehen? Und wäre ich jetzt zu gemein, wenn ich anmerke, daß der Unterschied zwischen Jenna mit Zombie-Makeup und Jenna ohne Zombie-Makeup kaum auszumachen war? Die anderen Damen im Cast waren auf der Aussehensskala ebenfalls im unteren Drittel angesiedelt, was bei nem Streifen mit ‘Stripper’ im Titel dann doch eher tödlich ist. Mein männlicher Mitglotzer hats eigentlich schön auf den Punkt gebracht: Also bei den Steintauben da kann man nur ins Kloster gehen, auf Handbetrieb umstellen oder einfach schwul werden.

Kann ich überhaupt was Nettes sagen? Kann ich: Robert Englund gibt sich redlich Mühe lustig zu sein, kann aber leider bei den öden Gags nicht viel ausrichten. Zumindest der handgemachte Splatter sieht ordentlich weil angemessen mantschig aus, was das beschissene CGI fast verschmerzen lässt. Und last but not least: Der Einfall, Jenna mit ihrer eisenhart trainierten Kampfmöse Billardkugeln auf ihre Rivalin abfeuern zu lassen, hatte was – auch wenn die Kamera US-typisch g’schamig auf Taillenhöhe blieb. Ansonsten gabs nur Langeweile, ab und an ein müdes Grinsen und die Bestätigung, daß sich ein Kultfilm nicht erzwingen lässt. Ach, hau doch ab.

★★★☆☆☆☆☆☆☆ 3/10

Das waren noch Zeiten

um 12:27 da reingeschubst: DVD, Gagreel || Fremdplörre: Comments (4)

Weeßte, Kind. Also janz früher mal, so vor dem zweeten Weltkriech und dem janzen Budenzauber, den der bekloppte Onkel Adi da so verzapft hat, da jabet noch so Läden, wo Oma und Opa immer hinjestratzt sin, wennse mal jemütlich inne juten Stube nen Film kieken wollten.

Die von den Onion News haben echt nicht alle Latten am Zaun. Schön, wenn der Tag mit einem Lacher anfängt. Hmmm…da wird mir schlagartig bewusst, daß die Arbeitsplätze gewisser Mitbürger Mitblogger vom Aussterben bedroht sind. Ich fang glatt an mir Sorgen zu machen…
(via)

Fear Itself ersetzt Masters of Horror

um 18:46 da reingeschubst: DVD, Fernsehen, Film, TV-Serien, Trailer || Fremdplörre: Comment (1)

Bekannterweise hat sich der amerikanische TV-Sender Showtime vor ein paar Wochen von der inzwischen zwei Staffeln umfassenden Masters of Horror Reihe getrennt, in deren Namen altgediente Genre-Regisseure wie Dario Argento, Takashi Miike, John Carpenter und Tobe Hooper gruselige bis splattrige Einstünder fürs Fernsehen gedreht haben. Bei uns lief und läuft die Reihe bisher nur auf Premiere, hat aber zumindest - bis auf noch 3 fehlende Titel der zweiten Season - schon eine beinahe komplette DVD-Auswertung erhalten (davon, daß da fröhlich geschnitten und zensiert wurde, fange ich jetzt lieber nicht an *kotz*).

Dann mal vom Gestern ins Heute: Die gute Nachricht daran ist, daß die Reihe unter dem Titel Fear Itself reanimiert wird und von NBC eingesackt wurde. Am Gesamtkonzept soll sich nichts weiter ändern, nur dürfte es auf der Sexebene Abstriche geben, da NBC im Gegesatz zu Showtime kein Pay-TV ist und strengere Auflagen erfüllen muss. Das soll mich aber nicht weiter kratzen, denn hier geht es eh um den Gore und nicht so dringend um blanke Titten (höre ich da etwa Protest auf den billigen Plätzen? *g*).

Dem aufgeweckten Horror-Fan dürfte bei einem Blick auf die an Fear Itself beteiligten Regisseure in jedem Fall die Sabberglocke wachsen. Hier die vorläufige, noch unvollständige Liste, die bloody-disgusting.com netterweise zusammengestellt hat: John Landis (An American Werewolf in London), Darren Bousman (Saw II, III und IV), Ronny Yu (Freddy vs. Jason), Brad Anderson (The Machinist), Breck Eisner (Creature from the Black Lagoon), Mary Harron (American Psycho), Stuart Gordon (Re-Animator) und Ernest Dickerson (Heroes). In den bisher geplanten Episoden geht es um vielversprechende Dinge wie einen hungrigen Kannibalen, aufsässige Geister, eklig aufdringliche Nachbarn, umtriebige Serienmörder, unfreiwilligen Körpertausch, Werwölfe (yesss), Zombiegekröse (doppelyesss) und gute alte Besessenheit.

Ebenso vielversprechend ist der frisch veröffentlichte Trailer, der neben (unfreiwilliger) Komik mit grandioser Schmuddeloptik und ordentlich Alarm daher kommt. Klickern und anglotzen:

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DVD Terror - SAW IV ungekürzt nur über Österreich und Walk the Line goes Century³

um 17:55 da reingeschubst: DVD, Preview || Fremdplörre: Comment (1)

Das sind DVD-Njus nach meinem Geschmack: Da sich in Deutschland mal wieder alle Instanzen der Unrated-Fassung von SAW 4 - Sterben war gestern verweigern, hat der aufgeweckte Folterpornofan wenigstens wie bei den letzten 3 Teilen des Franchise die Möglichkeit zu unseren Nachbarn nach Ösiland auszuweichen. Dort kommt die DVD am 05.09.2008 ungeschnippelt in die Läden und ist über die diversen Online-Dealer somit auch für uns bestellbar. Ich bin zwar spätestens seit SAW 3 der Ansicht, dass die Story langsam mehr als ausgelutscht ist, aber hier ist mein Sammeltrieb diesmal wirklich grösser als die Vernunft, weil die SAW Collector’s Editionen in der schicken Hardcover-Buchform ein schnafftes Highlight sind.

Jetzt schnell die Sabberglocke vom Kinn gefeudelt, sonst gibts noch Überschwemmung auf der Tastatur und dann könnte ich mich nicht mehr schriftlich über die Nachricht freuen, dass das geniale Johnny Cash Biopic Walk the Line am 01.11.2008 im Extended Cut als Century³ Cinedition doch schon den Weg zu uns findet (die Amis dürfen Joaquin Phoenix immerhin bereits seit 25. März in der Extralangversion bewundern). Bislang belaufen sich die Infos über die Century³ Cinedition auf ein 2 Disc-Set mit rund 50 Minuten Bonusmaterial, aber bis November ist es noch lang hin und das letzte Wort noch nicht gesprochen. The man comes around…
(via & via)

SAW 4   Walk the Line

 

Trashalarm - Shadow: Dead Riot

um 19:02 da reingeschubst: DVD, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comments (0)

© Sunfilm EntertainmentGebt mir ein T! Gebt mir ein R! Gebt mir ein A! Gebt mir ein S! Gebt mir ein H! So, what’s the spell? (Nö, ich will keinen Vokal kaufen!) Es ist Zeit für Trash. Und Zombiecontent. Also Trashzombiecontent!? *harrharrrr*

Meine blutunterlaufenen Augen haben soeben eine wahre Perle der gehobenen Unterhaltung, um nicht zu sagen des intellektuellen Arthousekinos entdeckt. Dresch in seiner höchsten Vollendung. Shadow: Dead Riot hat nämlich alles - es hat Sachen wie Frauenknast, nackte Weiber unter der Dusche, geile Wärter(innen), Kung Fu für Kassenpatienten, Schaupieler auf Pornofilmniveau, miese Effekte, blanke Titten, krasses 70s Flair, abgerissene Köppe, ein Mutantenbaby, Blutfontänen, Kloppereien galore, Zombies, Gekröse und…*taddaaaa* Tony Todd! Yesss - mein Candyman hat seinen Alabasterkörper mal wieder für Geld an einen potentiellen ‘Kultfilm’ vermietet und ich muss den Scheiss sehen. Da führt kein Weg dran vorbei, denn die DVD kommt nicht nur am 23.05.2008, sondern sie kommt auch noch ungeschnitten! Die bei der FSK hatten nämlich gute Laune und haben das Teil deswegen mit einem laschen “keine Jugendfreigabe” durchgewunken. Danke!

Zitat New York Times: “Schon heute ein Grindhouse-Kult-Klassiker” (ich hau mich weg!)

Vor lauter infantiler Vorfreude vergass ich fast zu erwähnen, dass der Streifen auch noch einen grandiosen Grindhouse-Trailer am Start hat (da kann Tarantino glatt einpacken, der Rehstreichler). Den schicken Trailer und den Plot gibts nach dem Klick:
(via)

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Mr. Brooks - Der Mörder in dir

um 21:24 da reingeschubst: DVD, Film || Fremdplörre: Comments (15)

© ConcordeOriginaltitel: Mr. Brooks
Genre: Thriller, Drama
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Bruce A. Evans
Darsteller: Kevin Costner, William Hurt, Demi Moore, Dane Cook, Marg Helgenberger, Danielle Panabaker, uvm
Medium: DVD
Offiz. Webseite:
www.theressomethingaboutmrbrooks.com

Inhalt: Earl Brooks ist ein treusorgender Familienvater, hingebungsvoller Ehemann und erfolgreicher Geschäftsmann. Doch hinter dieser makellosen Fassade lauert ein Geheimnis: Brooks zieht in der Nacht los und mordet, immer getrieben von seinem dunklen Alter Ego namens Marshall. Weil er seine Opfer völlig willkürlich auswählt und keine Spuren hinterlässt, tappt die Polizei im Dunkeln. Bei Earls neuestem Mord geht aber etwas schief, denn er wird von einem Zeugen beobachtet und sogar fotografiert. Dem Zeugen gefällt das Gesehene und er beschliesst Earl Brooks mit den Fotos zu erpressen, damit er ihn bei seinem nächsten Mord begleiten darf. Brooks muss sich fortan mit dem ungebetenen, aggressiven Komplizen arrangieren, der ihm nicht mehr von der Seite weicht. Zu allem Überfluss droht noch von einer anderen Seite Gefahr, denn auch die Polizistin Tracy Atwood hat sich an Earls Fersen geheftet.

Lola meint: Ladies and Gentlemen, herzlich Willkommen bei Evans-Airlines. Bevor wir abheben haben Kapitän Bruce A. Evans und Co-Pilot Raynold Gideon noch ein kleines Anliegen: Bitte schrauben Sie sich die Schädeldecke ab, entnehmen Sie vorsichtig ihr Gehirn und legen Sie es zur Aufbewahrung in ein geeignetes Gefäß. Diese Maßnahme ist notwendig, um in den nächsten 2 Stunden bis zur Landung jegliches logische Denken zu vermeiden. Wenn unsere gemeinsame Reise beim Abspann beendet ist, dürfen Sie sich Ihr Hirn natürlich wieder einsetzen. Evans-Airlines entschuldigt sich für etwaige Unannehmlichkeiten.

Den Schabernack jetzt mal beiseite, denn nach dem Abspann von Mr. Brooks war ich nicht gerade albern drauf. Was uns Regisseur und Drehbuchautor Bruce A. Evans und sein Co-Autor Raynold Gideon hier auftischen ist eine Story, die nur aus dummen Zufällen, himmelschreienden Unwahrscheinlichkeiten und ärgerlichen Vermutungen besteht. Garniert wird der ganze Blödsinn durch pure Langweile und eine Inszenierung, die zäh wie ein alter Putzlappen ist.

Zum Glück habe ich damals beim Kinostart den ganzen positiven Kommentaren nicht so recht geglaubt und lieber auf die DVD aus der Leihe gewartet, denn sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch mehr geärgert. Dabei ist die Grundidee den Schwiegermuttertraum Nummer 1 als Serienmörder auf den Zuschauer loszulassen durchaus verheissungsvoll, denn Kevin Costner ist ein guter Schauspieler und hat wegen der komplett gegen sein Image gebürsteten Rolle garantiert einen Freudensalto rückwärts hingelegt.

An Costner ist soweit auch nichts auszusetzen, denn er schlägt sich wacker gegen das unterirdische Drehbuch und lotet die Abgründe seines Charakters mit Genuss aus. Ich hatte öfters den Eindruck, dass der gute Kevin sogar Heidenspaß an der dunklen Seite der Macht hatte, denn er läuft vor allem in den Szenen zu Hochform auf, in denen er so richtig fies sein darf. Trotz der guten Leistung Costners gibt es jemanden im Cast, der ihm nach allen Regeln der Kunst die Show stielt und dieser jemand ist William Hurt als Brooks’ zwar imaginäre, aber dafür extrem redselige dunkle Hälfte. Hurt spielt sich einen Wolf und legt eine Performance hin, für die er mindestens eine Oscarnominierung hätte bekommen müssen. Hat er aber nicht, weil die in der Academy ohnehin alle einen an der Waffel haben, was mit der ausgebliebenen Nominierung bewiesen wäre. So.

Meine Güte – ich komm hier schon wieder vom Hundertsten ins Tausendste, dabei wollte ich mich wegen akutem Murksfilm-Alarm kurz fassen. Hat mal wieder nicht geklappt. Dann kann ich mich ja noch weiter über das Drehbuch beschweren: Als den beiden Schreibern auffiel, dass ihre Idee um den mordenden Saubermann zwar gut, aber nicht abendfüllend ist, haben sie die Story mit Nebenhandlungssträngen aufgepumpt. Da wäre z.B. die auf Autopilot agierende Demi Moore, die als brettharte Polizistin mit Millionenerbe auf dem Konto nicht nur unglaubwürdig ist, sondern auch noch herzlich wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Sie ärgert sich primär mit ihrer Scheidung herum und kommt nicht mal annähernd an Brooks heran, weil sie ihm nicht nur einen, sondern mindestens 5 Schritte hinterher hinkt. Deswegen hat man ihr als Beschäftigungstherapie neben der Scheidung einen zweiten Serienmörder ins Skript geschrieben. Der hat im Grunde auch nichts mit Brooks zu tun, ist aber wenigstens für ein bisschen Schmuddel und eine gut abgehangene Leiche zuständig. Brooks ist für sowas nämlich nicht zu gebrauchen, weil er steril mit gezieltem Kopfschuss tötet und die sonst vorherrschenden Hochglanzbilder auch nicht gerade zu einem erhöhten Puls beitragen.

Gleich zwei Serienmörder in einem Film? Das ist ja geradezu inflationär. Offenbar für unser Autorenduo des Grauens nicht inflationär genug, denn Brooks darf sich auch noch widerwillig mit einem nervenden Serienmörder-Azubi rumärgern und muss nebenbei feststellen, dass sein rehäugiges Töchterchen offenbar von ihm das Serienmörder-Gen geerbt und sogar schon aktiviert hat. Ja. Ist klar. Sowas ist vererbbar. Ganz bestimmt. Und wenn ich jetzt noch mal das Wort Serienmörder schreiben muss, werd ich auch zu einem. Dann wären wir schon zu fünft und könnten ein Basketballteam bilden. Ahrg.

Da stellt sich glatt die Frage, wie man zwei Stunden gequirlte Scheisse am Stiel erträgt ohne einzupennen, zumal die bereits erwähnte dröge Inszenierung erst recht als Schlafmittel deluxe wirkt. Ganz einfach: Man erschrecke den weggeschlummerten Zuschauer mit geschickt platzierten akustischen Buh-Effekten. Das soll heissen, dass Geräusche wie Schüsse und ähnliches Zeug so laut sind, dass einem vor Schock glatt die Fernbedienung aus der Hand plumpst. Blöd fürs Trommelfell und die Nachbarn, denn dann kann man nicht mehr so leicht leiser drehen. Wenn man schon die Augen offen hat, wird einem mit vorsätzlichen und nur zu diesem Zweck eingefügten Gore-Szenen vorgegaukelt, man hätte während dem Nickerchen was verpasst. Hat man aber nicht. Und ich hab jetzt keine Lust mehr. Costner und Hurt sind über jeden Zweifel erhaben, der Rest ist Müll. Amen.

★★★☆☆☆☆☆☆☆ 3/10

Please shoot the Maskenbildner

um 13:31 da reingeschubst: DVD, Preview || Fremdplörre: Comments (2)

Gestern hab ich mich noch schön über das nix Gutes ahnen lassende versammelte Promozeugs vom direkt um die Ecke lauernden Day of the Dead Remake aufgeregt und schon hab ich noch ne Bestätigung für mein mieses Bauchgefühl bekommen. Die Masken der Praktikantenzombies in der soeben aufgetriebenen Gallery sehen nicht nur so aus, als hätte man ihnen die Essensreste von vorgestern in die Fresse gerubbelt, sondern auch noch die von letzter Woche. Salmonellen ahead!

Eindeutig Spinat:

Spinat

Und Lochfraß durch eingetrocknetes Spiegelei:

Lochfraß

Angucken ist jetzt absolute Pflicht für mich, damit ich mich über das Endergebnis dann nochmal so richtig echauffieren kann. (und nu weiss ich immer noch nicht, wofür die eigentlich das ganze Millionenbudget verpulvert haben??)
(via)

Völlig sinnfrei - die Alien Predator Total Destruction Box

um 4:35 da reingeschubst: DVD, Preview || Fremdplörre: Comments (5)

Gleich vorneweg: Als ich zum ersten Mal was von der extrem schicken Alien Predator Total Destruction Ultimate Collection Century³ Cinedition Limited und whateverfuckingnoch Box mitbekommen habe, hat bei mir spontan der Pawlowsche Reflex eingesetzt. Als DVD-Sammler(in) kann nichtmal ich aus meiner Haut, obwohl ich das AvP Franchise schon bei Teil 1 nicht mochte und ich mir Teil 2 deswegen gleich ganz gespart hab. Trotzdem hatte ich diesen unkontrollierbaren haben-wollen-Impuls, der sich auch jetzt noch bei einem Blick auf das Teil einstellt:

Alien vs Predator Box Cover

Alien vs Predator Box innen

Für die, die es noch nicht wissen: Enthalten sind Alien 1-4, Predator 1 & 2, sowie beide Alien vs. Predator Mash ups. Der ganze Spass tummelt sich auf insgesamt 18 Scheibchen und natürlich sind alle Filme in der Century³ Cinedition. VÖ ist der 30. Mai 2008 (bei meinem Lieblingsdealer ist die Vorbestellung für 99,99 Eurönchen zu haben). So weit, so lecker.

Und jetzt ganz schnell die Sabberglocke abgewischt und den Kauftrieb unter Kontrolle gebracht, denn wie ich schonmal nebenbei erwähnt hab, steht der Welt blöderweise Alien vs. Predator 3 ins Haus, womit sich dieses Prachtstück einer Komplettbox glatt von selber erledigt hat. R.I.P., ein Haufen Kohle gespart und ällerbätsch.

Ups. War das etwa grade sowas wie Negativwerbung? :mrgreen:

Wie schlecht darf ein Remake eines Klassikers sein?

um 18:35 da reingeschubst: DVD, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comment (1)

Genau das wäre dann die Preisfrage des Tages, die ich hiermit an Day of the Dead durchreiche. Regisseur Steve Miner - der sich zwar hauptsächlich als TV-Regiseur verdingt, aber auch zwei meiner absoluten Lieblings-Trash-Streifen, die da wären Warlock und Lake Placid, auf dem Kerbholz hat - dürfte die Karre nach einem intensiveren Blick auf das Promomaterial aber sowas von frontal vor die Wand geknallt haben, wie man eine Karre nur frontal vor die Wand knallen kann. Trotz der ganzen Hiobsbotschaften im Vorfeld, die von grauenhaft schlechten Testscreenings über endlose Nachdrehs, X Verschiebungen des Kinostarts und schliesslich der Strandung als direct-to-DVD-VÖ kündeten, hatte ich trotzdem noch ein Fünkchen Hoffnung, dass es vielleicht doch noch was halbwegs ordentliches mit dem Remake des Klassikers von Romero werden könnte. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber in diesem Fall ist sie nicht nur untot, sondern mausetot.

Schon die Plakate waren an Langeweile kaum zu toppen, was man an diesen drei einfallslosen Exemplaren sogar mit einem halben Auge erkennen kann:

   

Aber es geht noch schlimmer. Das Cover der US-DVD, die ab 08. April wie Blei in den Regalen liegen bleiben wird, schlägt sogar noch locker die schweineöde Plakatdingsbumse. Anschnallen und Testament vorbereiten:

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Janz früher mal...

 

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