Damages - Da bleibt einem glatt die Spucke weg

um 13:57 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comment (1)

Meine Fresse! Was für ein mieses Drecksstück!

Zugegeben, ich war im Vorfeld durchaus skeptisch, ob die neue Anwaltsserie Damages - Im Netz der Macht in der selben Liga wie Boston Legal und Shark spielt. Dass sie es tut, daran zweifle ich nach den ersten beiden Folgen, die gestern Abend auf Kabel 1 liefen, keine Sekunde mehr. Was die Autoren hier an düsteren Abgründen rund um ihren bestens aufgelegten Star Glenn Close gestrickt haben, war in dieser Form noch nicht auf dem Bildschirm zu sehen. Zumindest nicht mit einer Frau im Zentrum, was den Grossteil der Faszination ausmachen dürfte.

Die von Glenn gespielte Patty Hewes hat das, was sonst nur männliche Hauptfiguren haben dürfen: Eier aus Granit und absolut kein Gewissen. Bis kurz vor Schluss der ersten Episode dachte ich noch, dass die Frau verdammt kuhl ist und mit fast allen legalen und illegalen Mitteln gegen ihre Widersacher vorgeht. Aber das ist nur die Wahrheit, die sie alle Aussenstehenden glauben machen will, denn im Grunde ist Patty genau das miese Drecksstück, das ich oben schon erwähnt habe. Die ‘Dame’ (hust) interessiert sich nur für sich selbst und geht dafür buchstäblich über Leichen (wuff). Diese Erkenntnis kam während eines brillanten Plottwists, der einem in nur 5 Minuten all das unter den Füssen wegriss, was man in den 45 Minuten vorher schon zu wissen glaubte. Ganz grosses Tennis!

Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob dieses hohe Niveau während den verbleibenden 11 Folgen der ersten Damages-Staffel gehalten wird. Zwei kleine Wünsche hätte ich noch: Ein bisschen weniger Overacting bei Ted Danson und ein bisschen mehr ‘normales’ Acting bei der arg blassen Rose Byrne, die mich als Pattys Fussabtreter im nervigen Bambimodus nicht überzeugen konnte.

Peh Ess: Da sich dieser Vergleich vielen aufgedrängt haben dürfte, muss ich glatt mal Folgendes festhalten: Gegen Damages ist Der Teufel trägt Prada der reinste Kindergeburtstag.

Offizielle HewesKanzlei

Pro7 Serien-News - 24, Moonlight, EUReKA, Desperate Housewifes, Ugly Betty, Pushing Daisies, Lost und Grey’s Anatomy

um 3:26 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (3)

Bitte keine unnötige Panik und sinnlose Hysterie. Oben genannte Serien werden mitnichten von unser aller Lieblings-Serienmörder-Seriensender ProSieben nach 3 Folgen wegen schlechten Quoten abgesetzt. Zumindest noch nicht. Jaja, ich frotzel schon wieder rum, aber ist doch wahr. Da kanns einem echt vergehen. Dann mal zum leicht ausufernden Thema, das ich gleich in einem Abwasch durchprügel:

24
Wie ich vor ein paar Wochen schonmal in die Runde geworfen habe, hat Pro7 die Echtzeit-Thriller-Soap-Endlos-Whatever mit Kiefer Sutherland eingekauft. Jetzt wurde der Sendetermin für die erste Folge von Staffel 6 verkündet: 23.06.2008 ab 22.15. Pro7 bringt dann jeweils Montags immer gleich eine Doppelfolge, was mich beinahe zu der Vermutung verleitet, dass sie zumindest diese Staffel durchziehen - ob da einer einschaltet oder nicht. Über die miesen Quoten, die 24 zuletzt auf RTL2 hatte, brauchen wir wohl nicht zu sprechen.

EUReKA
Mit der merkwürdigen und mächtig langweiligen Mär über ein streng geheimes Genie-Ghetto kann ich mich bis jetzt nicht anfreunden. Scheinbar können es andere, denn Pro7 hat Staffel 2 durchgewunken und zeigt diese ab 30.06.2008 um 21:15.

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Endlich wieder ER

um 12:51 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

Gestern abend ging auf Pro7 nach skandalösen 8 Monaten Pause (darüber müssen wir auch nochmal reden *böseguck*) endlich die vorletzte Emergency Room Staffel los. Es ist ja nicht so, dass die Serie seit dem Abgang von Noah Wyle aka Dr. Carter Ende Staffel 11 auch nur noch ansatzweise so gut wäre wie früher, aber nach 14 Jahren kann ich den riesigen Nostalgiefaktor nicht verleugnen und deswegen wird weitergeguckt. Und zwar bis zum bitteren Ende, das leider in Sicht ist.

Ich bin wirklich gespannt, ob Crichton und Zabel in Staffel 14 die Kurve kriegen oder wieder in alte schlechte Gewohnheiten verfallen. Damit meine ich die Unsitte interessante Charaktere einzuführen, sie dann im Skript total zu vernachlässigen und irgendwann sang- und klanglos verschwinden oder nur noch sporadisch durchs Set hopsen zu lassen. Bei den ganzen Flachzangen, die sich Hauptcast schimpfen dürfen, klammere ich mich jedesmal verzweifelt an die neuen Gesichter, hoffe, dass was Grösseres draus wird und werde prompt jedesmal enttäuscht. Bestes Beispiel: Leland Orser als Chirurg Dr. Dubenko. Da wird so ein genialer Darsteller seit 3 Staffeln als Stichwortgeber verheizt und muss sich mit einer nicht erwähnenswerten Storyline herumschlagen. Dabei hätte sein Charakter so viel Potential und vor allem auch Witz gehabt, wie man am Anfang seines Engagements noch erahnen konnte. Aber sowas wird verschenkt, nur um den Zuschauer mit höchstens durchschnittlichen Schauspielern in nervigen Kotzbrockenrollen wie Scott Grimes aka Archie Morris, Linda Cardellini aka Schlaftabletten-Schwester Sam, Goran Visnjic aka Luka ‘Vollidiot’ Kovac oder dem grössten ER-Hassobjekt aller Zeiten, John Stamos aka Tony ‘Riesenarschloch’ Gates, zu quälen. Das Bedürfnis jemandem die Fresse zu polieren ist irgendwie nicht abendfüllend.

Einen kleinen Lichtblick hat die neue Staffel immerhin: Stanley Tucci. Der ist als neuer Oberarzt Moretti zwar insgesamt auch nur lächerliche 9 Folgen lang dabei, wobei 2 davon schon in der letzten Staffel verbraten wurden, hatte aber gestern immerhin den besten Auftritt seit langem, weil er in dem unorganisierten Sauhaufen endlich mal aufgeräumt und vor allem das Riesenarschloch endlich aus der Station geworfen hat. Moretti - dich hab ich dolle lieb, auch wenn ich mich bald wieder von dir verabschieden muss.

Offizielle Notaufnahme

Es lebe VHS

um 2:29 da reingeschubst: Fernsehen || Fremdplörre: Comments (0)

Mir sind soeben sämtliche Gesichtszüge entgleist, denn ich war mir nicht bewusst, dass es für Fernsehsender die technische Möglichkeit gibt ein Kopierschutzsignal zu senden, das die Aufnahme per HDD-/DVD-Recorder unmöglich macht. Willkommen in der strahlenden Zukunft of Home Entertainment.

Anlass für mein Staunen ist eine Meldung, dass mein Lieblingshasssender Pro7 gestern Nachmittag ohne Ankündigung genau so ein Signal eingesetzt hat und somit in vielen Haushalten die Bildschirme schwarz blieben, als sich die Leutz ihre aufgenommenen Sendungen angucken wollten. Erwischt hat es die Kombination analoger Empfang + HDD-/DVD-Recorder. Digitaler- und Satelliten-Empfang waren nicht betroffen und auch die guten, alten VHS-Recorder kümmerten sich einen Dreck um den Kopierschutz. Na wie gut, dass ich bisher nicht umgestellt habe und zu den letzten 3 Menschen in Deutschland gehöre, die sich immer noch mit VHS-Kassetten rumärgern.

Pro7 hüllt sich zu dem Vorgang in Schweigen. Bisher kann nur spekuliert werden, ob es sich um einen Test, einen bewussten Einsatz des Signals oder nur um ein Versehen gehandelt hat. Mir egal. Mir sagt das nur, dass ich mich nicht so schnell von meinem VHS-Recorder trennen werde.
(via)

Private Practice (Season 1 - erste Hälfte)

um 19:17 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

© ABCDas waren sie also. Die ersten 9 Anjuck-Episoden des viel beachteten Grey’s Anatomy Spin-offs Private Practice. Wer in Grey’s Anatomy nicht so bewandert ist und sich wundert, was die beiden Serien verbindet: Dr. Addison Montgomery (gespielt von der großartigen Kate Walsh), ihres Zeichens Gynäkologin und neonatale Chirurgin, war in den USA der beliebteste Grey’s-Nebencharakter und bekam daraufhin eine eigene Serie. Das hat natürlich zur Folge, dass sie seit dem Ende von Season 3 bei Grey’s fehlt und dieses ‘fehlt’ ist wörtlich zu nehmen, weil die Serie durch Addisons Weggang viel von ihrer Qualität eingebüsst hat.

Aber es geht hier nicht um GA, sondern um Private Practice. Addison hat sich also entschieden Seattle zu verlassen und in Santa Monica neu anzufangen. Sie war in Seattle zwar beruflich erfolgreich, hatte aber ein katastrophales bis nicht existentes Privatleben, was sie in Kalifornien ändern will. Addison hört nämlich ihre biologische Uhr ticken und ist scharf auf ein Kind – mangels passender Kandidaten notfalls auch ohne Ehemann. Sie heuert in der Gemeinschaftspraxis ‘Oceanside Group’ an, die von ihrer ehemals besten Freundin und Studienkollegin Naomi, einer Fertilitäts-Spezialistin, und deren Ex-Mann Sam, einem Internisten, geleitet wird. Mit an Bord sind noch Kinderarzt Cooper, Psychiaterin Violet und Heilpraktiker Pete. Letzterer wird sofort ab Folge 1 als Addisons Love-Interest aufgebaut, kommt aber nicht so richtig in die Hufe, weil er mächtig verkorkst ist. Da das noch nicht reicht, platzt auch noch Addisons Kinderwunsch wie eine Seifenblase, bekommt sie doch von ihrer Freundin Naomi zu hören, dass sie unfruchtbar ist. So weit, so Drama, so gähn und ausgelutscht.

Wie ihr spätestens am letzten Satz gemerkt habt, bin ich von Private Practice alles andere als überzeugt. Im Hinblick auf die Storyline kommt es mir so vor, als ob Showrunner Shonda Rhimes hier alle Ideen verwurstet, die sie bei Grey’s entweder nicht unterbringen konnte oder dort mangels Qualität wieder vom Notizblock streichen musste. Aber die bisher durchweg lustlos geschriebenen Folgen sind gar nicht mal das Hauptproblem der Serie, denn über die könnte man hinwegsehen, wenn der Maincast und die Charaktere stimmen würden.

© ABC

Ich meine damit natürlich nicht Addison, denn dass die Figur und ihre Darstellerin hervorragend sind, steht nicht zur Debatte. Aber was kraucht denn da bitte sonst noch durch die Praxis? Die größte Katastrophe kommt in Gestalt von Psychiaterin Violet daher: Amy Brenneman, die mit ihrer neurotischen, zappeligen Art meine Geduld schon in ‘Für alle Fälle Amy’ immer wieder an die Grenzen trieb, fährt hier wieder auf derselben nervigen Schiene. Die Dame kann scheinbar nicht anders. Gebt ihr ne Großpackung Ritalin oder versetzt sie lieber gleich in ein künstliches Koma, damit endlich Ruhe ist. Davon abgesehen wirkt es in höchstem Maße unglaubwürdig, dass eine so durchgeknallte Tante Psychiaterin ist. Ein dickes BUH an die Castingabteilung. Beim Rest der Halbgötter in Weiss siehts auch nicht prickelnder aus: Der von Paul Adelstein gespielte Kinderarzt Cooper, der die geistige Reife seiner Patienten hat und auch noch alles vögelt, was warm ist und sich bewegt, hat zwar ganz amüsante Momente, bleibt aber letztlich so blass, dass ich mir bis jetzt nicht mal seinen Namen merken kann. Das komplette Gegenteil ist Internist Sam: Der wirkt unnahbar und arrogant bis zum Abwinken, was ich direkt seinem Darsteller Taye Diggs anlaste. Taye sieht zwar gut aus, hat sonst allerdings nichts zu bieten und spielt so steif, dass ich schon versucht bin ihm den Besenstiel aus dem Allerwertesten zu ziehen (uäääh). Addisons Freundin Naomi geht von den Sympathiewerten her am ehesten, aber auch sie blieb während den 9 Folgen durchweg uninteressant. Dafür kann die extrem bemühte Audra McDonald allerdings nichts, denn das liegt eindeutig am öden Skript. Viel anders ergeht es Schamane dem esoterisch angehauchten Heilpraktiker Pete auch nicht: Mit Tim Daly ist zwar ein guter Schauspieler an Bord, aber auch er kämpft bisher ziemlich aussichtslos gegen die Untiefen von Shondas Schreibe an und nebenbei fehlt ihm das gewisse Etwas, dieses Quäntchen scharfer Sexappeal, das ihn als erstzunehmendes Love-Interest Addisons glaubhaft machen würde. Oder sagen wirs anders: Er ist einen Tick zu glatt und brav für unser rothaariges Lieblingsluder.

Unterm Strich heißt der ganze Psalm eigentlich nur eines: Die Chemie im Team stimmt nicht. Fehlanzeige punkto good Vibrations, geschweige den sprühende Funken. Das ist für mich ein Genickbrecher und ich werde es mir gut überlegen, ob ich den von Heimsender ABC bereits nachbestellten Rest der ersten Staffel einschalte. Ich hege im Moment die verzweifelte Hoffnung, dass die Serie in den USA vielleicht auf lange Sicht doch kein Renner wird und Kate Walsh von ihrem vertraglich zugesicherten Recht Gebrauch macht, bei Nichterfolg zu Grey’s Anatomy zurück zu kehren. Die guten Quoten sind bislang gegen mich. Aber man soll den Tag bekanntlich nicht…ach und überhaupt.

★★★★★☆☆☆☆☆ 5/10

Offizielle PrivatePracticePraxis & PrivatePro7

Das jüngste Gericht

um 4:02 da reingeschubst: Fernsehen || Fremdplörre: Comment (1)

© RTLGenre: Thriller, Mystery
Land: A
Jahr: 2008
Regie: Urs Egger
Darsteller: Tobias Moretti, Silke Bodenbender, Christoph Waltz, Christian Redl, uvm
Ausgestrahlt auf
RTL: 13. & 14.04.2008
IMDb Link

Inhalt: Unter der Leitung von Kriminalkommissars Thomas Dorn wird die Wiener Polizei mit einer Verbrechenskette konfrontiert, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Nach dem Tod einer Prostituierten und eines Kleinkriminellen deutet alles auf rituelle Morde im muslimischen Milieu hin. Eine Razzia in einem türkischen Kaffeehaus wird ein Reinfall. Schon wird das nächste Opfer aufgefunden – kopfüber gekreuzigt. Die Morde sind an Brutalität kaum zu überbieten und die Art, wie die Leichen vorgefunden werden, lässt bald vermuten, dass ein Serienmörder sein Unwesen treibt.

Lola meint: Fremdschämtime statt Primetime auf RTL. Mehr bräuchte ich zu dem mit großem Brimborium angeteaserten Zweiteiler Das jüngste Gericht eigentlich nicht zu sagen, denn jedes weitere Wort ist für diesen Quark schon zuviel der Ehre. Ich hab aber Frust wegen der unverschämten Verschwendung meiner Zeit und der muss irgendwo hin. Blogging als Aggressionsbewältigungstherapie – das hat was.

Der Super-GAU des deutschen Fernsehfilms geht auf das Konto von zwei Personen, die alles und jeden gnadenlos mit in den Abgrund gerissen haben: Drehbuchautor Don Bohlinger und Hauptdarsteller Tobias Moretti. Ersterer hat sich mehr als offensichtlich bei jedem einschlägigen Genrefilm der letzten 30 Jahre bedient. Frei nach dem Motto ‘gut geklaut ist halb geschrieben’. Hat nur leider nicht geklappt, denn Bohlinger scheint das Konzept mit der Hommage an die Klassiker und jüngeren Erfolge der Filmgeschichte nicht kapiert zu haben. Stupides Kopieren ist eben nicht gleich qualifiziertes Zitieren. Das gilt umso mehr in einem Fall, wo außer den billigen Kopien absolut nichts an eigener Kreativität erkennbar ist. Das Drehbuch bestand nur aus lustlos aneinander gereihten Versatzstücken, die von grauenhaft schlampig geschriebenen Charakteren, noch schlimmeren Dialogen, Logiklücken en masse und ärgerlichen Klischees zusammengehalten wurden.

Schon die Eröffnungssequenz des ersten Teils begann mit einem steinalten Filmwitz, der auch noch komplett unlustig und obendrein unglaubwürdig umgesetzt wurde. Mit diesem ersten Griff ins Klo sollte Morettis widerspenstige Figur - Kommissar Thomas Dorn - als coole Sau vom Dienst eingeführt werden, was natürlich gründlich daneben ging, denn Dorn erwies sich in den folgenden drei Stunden als ein noch viel größeres Arschloch, als nach diesen ersten Minuten zu vermuten war. Zum einen wurden in seinen Charakter alle Klischees gepumpt, die es so zum Thema ‘ausgebrannter, depressiver Cop’ gibt, und zum anderen hatte Tobias Moretti vor Drehbeginn wohl noch extra einen VHS-Kurs für Overacting belegt, denn anders lässt sich seine unterirdische Leistung nicht erklären. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich in jeder Sekunde gefragt hat, wieso ein lupenreiner Psychopath wie Thomas Dorn noch nicht aus dem Polizeidienst Richtung Geschlossene entfernt wurde, agierte Moretti auf einem Niveau, das nicht mehr zu unterbieten ist. Heillos übertriebene und völlig unmotivierte Wutausbrüche reihten sich an ebenso grundlos aggressive und entsprechend herausgekotzte Sätze, nebst wildem Grimassieren und aufgesetztem Machismo. Diese Kombination mag bei einer handvoll A-Riegen-Schauspieler vielleicht funktionieren - Moretti hat sie nur unsympathisch bis zum Abwinken dastehen lassen. Und mit so einer Figur soll man 3 Stunden durchstehen. Das grenzt an Körperverletzung (die Dorn übrigens pausenlos an Verdächtigen verübte).

Von der restlichen Darstellerfront gibts sonst auch nichts Aufregendes zu vermelden: Christoph Waltz hat sich zumindest bemüht, hatte aber zu wenig zu tun, Christian Redl hatte irgendwie keinen Bock und Silke Bodenbender blieb schlicht farblos und uninteressant. Zumindest durfte sie als Hobby-Profilerin ein paar so überflüssige Sätze wie ‘Er folgt einem Ritual’ ablassen und zuerst Waltz und dann Moretti flachlegen, obwohl dieser sie vorher ständig wie Dreck behandelt hat. Notstand führt zu merkwürdigen Entscheidungen.

Ebenfalls als ärgerlich zu bezeichnen waren die erbärmlichen Versuche aktuelles Tagesgeschehen in die abstruse Story zu integrieren. Bevor die Ermittler nämlich darauf kamen, dass der Killer ein durchgeknallter Katholik ist, musste erstmal die islamische Gemeinde Wiens per Prügelrazzia dran glauben, was dem Quotentürken im Team natürlich gegen den Strich ging. Irgendwie muss man einen Zweiteiler ja über die Laufzeit kriegen, und wenns mit durchschaubar aufgesetzter Sozialkritik ist. Was mich persönlich noch viel mehr auf die Palme gebracht hat, war die Darstellung der Gothics: Wie oft muss eigentlich noch betont werden, dass Gothics keine Satanisten sind, nachts nicht auf Friedhöfen randalieren, dort schon gar keinen Tieren die Kehlen durchschneiden oder satanische Gruppenficks abhalten und auch sonst kein gewalttätiger Haufen Irrer sind? Verdammt nochmal! Ich habe nur noch darauf gewartet, dass der eigentliche Killer ein Rammstein- oder Marilyn Manson Poster überm Bett hat, denn das wäre das übliche RTL-Niveau gewesen. (Die übermenschlichen Fähigkeiten des Killers - wie z.B. unverletzt vom Dach eines mehrstöckigen Hauses zu springen - erwähne ich schon gar nicht mehr. Hat eh alles keinen Sinn.)

Super Stichwort. Ähem - ich meinte jetzt den Ausflug zur Musik, denn auch der Score war neben in Noten verpackte Einfallslosigkeit vor allem eines: Unglaublich aufdringlich, nervig und zu keiner Zeit passend. Das Bläsergebrumme und Gefiedel konnte ebenso wenig wie das zwar aufgeregte, aber sinnlose Rumgerenne der Protagonisten auch nur ansatzweise Spannung erzeugen. Wo keine Spannung ist, könnte vielleicht noch ein bisschen Blut und Gekröse was herausreißen, aber der Gore war natürlich wegen der Sendezeit auf FSK 12 getrimmt. Also totale Nullnummer und nicht vorhanden.

Da ich im Grunde ein verträglicher Mensch bin, überlege ich schon seit dem weggeschnittenen Abspann, ob ich nicht vielleicht doch irgendetwas Nettes über Das letzte Gebot Das jüngste Gericht sagen kann. Leider fällt mir nichts ein. Nur das noch: Du sollst nicht stehlen @ Herrn Bohlinger.

★☆☆☆☆☆☆☆☆☆ 1/10

Update: Da mir seit Stunden auf immer der selben Suchanfrage die Bude eingerannt wird, hier die Antwort: Der Mörder war Autor Conrad (dem Dorns Sohn im ersten Teil sein Manuskript zur Beurteilung überlassen hat). Und warum hat er alle umgebracht? Weil er geisteskrank war. Gähn. Und noch aus einem weiteren völlig beknackten Grund, der aber so abstrus und für Menschen, die rechnen können, so unlogisch war, dass ich mich weigere ihn hier nochmal hochzuwürgen.

Gary Dourdan verlässt CSI

um 2:20 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

© Yahoo MoviesEin schwarzer Tag für die CSI-Freunde: Gary Dourdan, der seit der ersten Folge in der Rolle des Warrick Brown zum Maincast gehört, verlässt die Serie jetzt nach acht Jahren. Die Entscheidung fiel angeblich ohne Zoff und harmonisch einvernehmlich mit CBS/Paramount. Der Ausstieg wird wohl sehr rasch bzw. noch in der aktuellen Season 8 erfolgen, da Dourdans Vertrag zum Ende der Staffel ausläuft.

Mit Gary Dourdan verlässt jetzt schon ein zweiter Hauptcharakter die Serie innerhalb kürzester Zeit, denn es ist gerade mal ein halbes Jahr her, dass Jorja Fox aka Sara Sidle den Abflug machte (worüber ich allerdings nicht gerade traurig bin *hrrhrr*). Zumindest hat William Petersen seinen Vertrag schonmal für Season 9 verlängert (RTL krebst gerade mit Staffel 7 rum). Der Scheff vons Janze wird dann aber trotzdem eher selten auf dem Bildschirm zu sehen sein, da er Zeit für andere Projekte wollte. Ich will ja nicht orakeln und den Teufel an die Wand malen, aaaaber: Rollenmüdigkeit, ick hör dir trappsen…
(via)

Langeweile und Serienmöderklau galore

um 15:37 da reingeschubst: Fernsehen || Fremdplörre: Comments (0)

© RTL/Stefan HaringAlso nä. Ich bin sauer. So richtig. Da lasse ich mich ausnahmsweise mal überreden mir eine Thrillerproduktion aus unseren Landen anzutun und dann sowas: Ein kackfrech zusammengeklautes Spar-Skript, (ärgerliche) Klischees über (noch ärgerlicheren) Klischees, ein grundlos Amok laufender Tobias Moretti, dem man offensichtlich seine tägliche Dosis Ritalin vorenthalten hat und gähnende Langeweile nebst akuter Gesichtslähmung. Hallo RTL: Was habt ihr denn eingeworfen? Kann ich auch was abhaben?

Wenn der zweite Teil von Das jüngste Gericht heute Abend auch so hundsmiserabel wird, freu ich mich jetzt schon auf ein zünftiges Verriss-Massaker mit Blut und Eingeweiden. Dann ist hier Beirut, Bagdad, Sodom, Gomorrha und Armageddon! Und die vier apokalyptischen Reiter! Mindestens!

(Pic © RTL/Stefan Haring)

Die Band from TV mit Teri Hatcher am Mic

um 18:42 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

© Band from TVBei der diesjährigen American Idol Charity Ausgabe Idol Gives Back, wo Stars mit geballter Celebritypower um Spenden für wohltätige Organisationen bitten, war auch die Band from TV mit einer Version von Carrie Underwoods ‘Before he cheats’ am Start. Entgegen der sonstigen Bandhackordung stand diesmal nicht Bonnie Somerville oder Bob Guiney, sondern Teri Hatcher von den Desperate Housewifes am Mic. Ich würde mal sagen mit mittelmäßigem Erfolg…*hust* (Wer jetzt auf Hugh Laurie am Keyboard geiert: Der war an dem Tag verhindert *schmoll*)

Das Vid vom Auftritt und noch eins von den Proben nach dem Klick:

Willste alles? Musste klickn! »

Grosse Kunst mit der Knippse

um 3:09 da reingeschubst: Fernsehen, Film, Internet, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

Ich guck mir seit ner Stunde die Augen wund und krieg nicht genug, nur weil René heimtückisch den Link zu Michael Mullers Seite rausgezuppelt hat. Ich war vor Urzeiten schonmal da drauf und hatte es irgendwie verdrängt, dass ich mir die Werke dieses begnadeten Fotografen mal in Ruhe reintun wollte. Der Mann hat ein unglaubliches Auge und macht grandiose Sachen mit Licht und Schatten nebst neckischen Farbspielereien. Muller hat im Lauf seiner Karriere auch schon etliches für die Filmbranche gezaubert (z.B. grade aktuell Poster für den Iron Man) und hatte natürlich auch schon reichlich Schauspieler vor der Linse.

Ich freu mir grade nen Kullerkeks über Pics von leckerschmecker Joaquin Phoenix, Hugh Jackman in Wolverine-Klamotten, nen Fake-Mugshot von Tommy Lee Jones, die Jungs von Supernatural und McSteamy Eric Dane. Ausserdem hab ich die unverhoffte Erkenntnis gewonnen, dass man mit nem Milchbrötchen wie David Arquette Bilder machen kann, die Kid Rock vor Neid erblassen lassen würden und sich auch aus seiner inzwischen leicht angejahrten Schwester Patricia noch eine Glamour-Queen rausholen läst, wenn man sie mal von ihrem Medium-Hausfrauendasein wegschleift. Aber was laber ich hier - klicken und schwelgen! (um zum jeweils nächsten Bild zu gelangen, die Maus idealerweise diagonal über das aktuelle Pic bewegen…Fläsch saugt)

© Michael Muller© Michael Muller© Michael Muller

© Michael Muller© Michael Muller© Michael Muller

 

 
 

Janz früher mal...

 

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