Grosse Kunst mit der Knippse

um 3:09 da reingeschubst: Fernsehen, Film, Internet, TV-Serien || Fremdplörre: Comment (1)

Ich guck mir seit ner Stunde die Augen wund und krieg nicht genug, nur weil René heimtückisch den Link zu Michael Mullers Seite rausgezuppelt hat. Ich war vor Urzeiten schonmal da drauf und hatte es irgendwie verdrängt, dass ich mir die Werke dieses begnadeten Fotografen mal in Ruhe reintun wollte. Der Mann hat ein unglaubliches Auge und macht grandiose Sachen mit Licht und Schatten nebst neckischen Farbspielereien. Muller hat im Lauf seiner Karriere auch schon etliches für die Filmbranche gezaubert (z.B. grade aktuell Poster für den Iron Man) und hatte natürlich auch schon reichlich Schauspieler vor der Linse.

Ich freu mir grade nen Kullerkeks über Pics von leckerschmecker Joaquin Phoenix, Hugh Jackman in Wolverine-Klamotten, nen Fake-Mugshot von Tommy Lee Jones, die Jungs von Supernatural und McSteamy Eric Dane. Ausserdem hab ich die unverhoffte Erkenntnis gewonnen, dass man mit nem Milchbrötchen wie David Arquette Bilder machen kann, die Kid Rock vor Neid erblassen lassen würden und sich auch aus seiner inzwischen leicht angejahrten Schwester Patricia noch eine Glamour-Queen rausholen läst, wenn man sie mal von ihrem Medium-Hausfrauendasein wegschleift. Aber was laber ich hier - klicken und schwelgen! (um zum jeweils nächsten Bild zu gelangen, die Maus idealerweise diagonal über das aktuelle Pic bewegen…Fläsch saugt)

© Michael Muller© Michael Muller© Michael Muller

© Michael Muller© Michael Muller© Michael Muller

 

Liberty Heights

um 22:52 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comment (1)

Info: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Inhalt: Baltimore in den wilden Fünfzigern: Eine neue Zeit kündigt sich an, mit Rock’n'Roll, Cadillacs, Petticoats, den ersten Fernsehern und dem Ende der Rassentrennung. In diesen aufregenden Zeiten begegnet der Teenager Ben (Ben Foster) seiner ersten großen Liebe und durchlebt dabei eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Sein großer Bruder Van (Adrien Brody) macht sich in der Zwischenzeit allzu große Hoffnungen auf ein Mädchen aus der feinen Gesellschaft der Stadt. Und zu allem Überfluss manövriert sich das Oberhaupt der Familie mit seinen krummen Geschäften in eine ausweglose Situation.

Lola meint: Heute nur ein Quickie, weil die Zeit knapp ist. Regisseur Barry Levinson, der schon wahre Filmschätze wie “Good Morning, Vietnam“, “Rain Man” und “Sleepers” abgeliefert hat, kommt hier mit einer wunderbaren Erzählung rund ums Erwachsenwerden daherspaziert. Der Plot ist skurril und doch aus dem prallen Leben gegriffen: Im Mittelpunkt steht der jüdische Teenager Ben Kutzman (Ben Foster), der sich erstmals seiner Religion und der damit zusammenhängenden Angehörigkeit zu einer Minderheit bewusst wird, nebenbei mit der Pubertät kämpft und sich zum ersten Mal verliebt - ausgerechnet in das einzige schwarze Mädchen in seiner Klasse, wovon seine und ihre Eltern natürlich extrem ‘begeistert’ sind. Auch die anderen Familienmitglieder haben so ihre großen und kleinen Sorgen, was Ben teils schmerzhaft zu spüren bekommt. Die Zeichen stehen auf Aufbruch, sowohl im Umfeld als auch bei den Protagonisten. Levinson gelingt es dabei, die Geschehnisse wunderbar entspannt und mit einem Augenzwinkern zu erzählen und liefert einen entzückenden Sonntagnachmittag-Film ab.

Extrem bemerkenswert ist die Riege der heute überall bekannten damaligen Jungdarsteller, die hier fast wie zu einer Art Klassentreffen auflaufen: Ben Foster (Six Feet Under, Hostage, X-Men) troff damals schon sein immenses Talent aus jeder Pore, Adrien Brody (Der Pianist, King Kong) stand ihm in nichts nach, und auch David Krumholtz (Numb3rs), Justin Chambers (Grey’s Anatomy) und Shane West (Emergency Room, Nur mit dir) verdienten sich ihre ersten Sporen. Wer langsame Filme mit einer großen Portion Nostalgie und Melancholie mag, der ist bei Liberty Heights bestens aufgehoben – reinschlüpfen und wohlfühlen!

 
 

Janz früher mal...

 

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