Revelations - Die Offenbarung

um 4:01 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

© NBCInfo: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Der Bezahlsender Premiere dachte sich kurz vor Silvester, dass er seinen Abonnenten dringend einen Weltuntergangsreißer kredenzen müsste. Rein zufällig gab das Einkaufskörbchen auch etwas in der Richtung her: Die US-Fernsehproduktion “Revelations - Die Offenbarung” als Miniserie in 6 Teilen. Thema ist der schon etwas ausgelutschte biblische K(r)ampf zwischen Gut und Böse - also der übliche und mit reichlich christlicher Mythologie garnierte Gott vs. Satan Blödsinn. Die Filmgeschichte wartet bekannterweise mit einigen Perlen und mit noch viel mehr Schrott zu diesem Thema auf. Revelations rangiert da eindeutig im Mittelmaß. Nicht wirklich gut und nicht wirklich mies, aber dafür wenigstens endlos öde.

Die Darstellerriege wird von Betonvisage Bill Pullman als skeptischer Wissenschaftler und der wie immer etwas farblosen Natascha McElhone als renitente Nonne angeführt. Die Konstellation sorgt schonmal für einen dicken Minuspunkt, da beide wegen ihrer beschränkten schauspielerischen Qualitäten nicht in der Lage sind so etwas wie großartige Sympathien beim Zuschauer einzuheimsen und jegliches Mitgefühl in geordneten Bahnen verharrt. Da kann auch der gute Supportcast nicht mehr viel reißen, was extrem schade ist, denn z.B. der auf Psychopathen abonnierte, wild grimassiernde Michael Massee als Obersatanist und auch unser Lieblings-Berufsverbrecher Tobin Bell als sein Laufbursche machen ihre Sache hervorragend. Sogar für etliche unbeabsichtigte Lacher ist gesorgt: Fred Durst (ja genau, die schauspielerisch komplett talentfreie Zone mit dem Limpen Bizkit) hat anscheinend irgendeine einflussreiche Braut im Castingbüro flachgelegt und darf dafür in den Reihen der Satansjünger rumhüpfen. Er liefert sich nebenbei mit Bill Pullman ein spannendes Duell, wer seinen angeborenen einzigen Gesichtsausdruck länger durchhält. Weia.

Das Drehbuch selbst kann höchstens einen von den strenggläubigen Erzkatholen hinterm Opferstock vorlocken, denn der kampflustige Pinguin und ihr Prof reisen quer durch die Weltgeschichte, um die Wiedergeburt Jesu zu beweisen und gleichzeitig die Geburt des Antichristen zu verhindern. Dabei bekommt der Zuschauer einen nervenden Crashkurs über Bibelmärchen. Vorzugsweise - wie der Titel schon sagt - die aus der Offenbarung. Eigentlich hätte man aus dem ganzen Mumpitz durchaus eine spannende Fantasystory knoten können, da gute Ansätze haufenweise vorhanden waren, aber leider hat sich der/die Drehbuchautor/en in zu viele Nebensächlichkeiten verrant und gleich Dutzende von Handlungssträngen zu verknüpfen versucht, womit die Dramaturgie flott beim Teufel ist. Atmosphäre kommt auf diese Weise gar nicht erst auf und das Interesse des Zuschauers liegt spätestens ab Folge 3 im Koma. Revelations ist trotz der augenscheinlich teuren Produktion nicht mehr als Fernseh-Fast-Food und locker nebenbei konsumierbar, wenn gerade mal nichts besseres läuft. Sehen und gleich wieder vergessen.

PS: Wer auf eine abgeschlossene Story hofft, der wird zu allem Überfluss am Ende von Folge 6 auch noch enttäuscht, denn die Macher wollen den himmlisch-höllischen Quark bei Erfolg scheinbar zu mehreren Staffeln ausschlachten. Zur Strafe gehts ab ins Fegefeuer. Amen.

Wertung: 3/10

 
 

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