So ein Superheld hats echt nicht leicht

um 8:47 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comments (2)

Der offizielle Hancock Trailer hat den Weg ins Netz gefunden und ich gebs ja schon zu: Das Ding sieht mächtig gut aus. Da das gute Stück satte 3:07 Min. lang ist, bräuchte man sich den kompletten Streifen schon fast nicht mehr angucken…*g*

Anschnallen und bitte eine Tüte Mitleid für den geplagten Hero aus der Hölle bereit halten:

Die Hancock-Promomaschine rollt an

um 15:45 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comment (1)

Vor lauter Hulk, Iron Man und Hellboy II übersieht man fast den Superhero der etwas anderen weil total verluderten Art namens Hancock, was aber vielleicht auch daran liegen könnte, dass sich der Promoterror für die neueste Will Smith Sause (Start bei uns 03.07.2008) bisher arg in Grenzen hielt. Das soll jetzt offensichtlich geändert werden, denn Sony Pictures hat ausgerechnet bei Quotengigant American Idol einen neuen Teaser platziert, der seitdem einen lautstarken Zug durch die Netzgemeinde macht.

Ich gebe hiermit offen zu, dass ich die Begeisterung seit dem ersten Trailer von vor ein paar Monaten nicht so ganz teile bzw eher skeptisch bin. Dafür stelle ich heute mit einer gewissen Erleichterung fest, dass der TV-Spot ganz lustig ausgefallen ist und das lässt mich hoffen, dass der Streifen doch kein totaler Mist wird. Regie führt übrigens Dr. Kronk Peter Berg, der erst letztens wegen der gnadenlos angedrohten Dune Verschlimmbesserung Neuverfilmung (plz call Amnesty International) meinen geballten Zorn auf sich zog, was sich auch bis jetzt nicht geändert hat…*bedrohlichknurrrr*

Plot: Es gibt Helden… es gibt Superhelden… und dann gibt es noch Hancock (Will Smith). Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung – das weiß jeder – genauer gesagt, jeder außer Hancock. Der ist kantig, problembeladen, sarkastisch und fühlt sich ständig von allen missverstanden. Mit seinen gut gemeinten Heldentaten erledigt Hancock zwar den Job und rettet zahllose Leben, aber hinterlässt auch jedes Mal eine beispiellose Spur der Verwüstung. So dankbar die Leute auch sind, ihren eigenen Helden in der Nachbarschaft zu haben – jetzt haben sie endgültig die Nase voll! Die braven Bürger von Los Angeles fragen sich, was sie getan haben, um diesen Typen zu verdienen. Aber Hancock war noch nie die Sorte Mann, der sich darum schert, was andere von ihm denken – bis er eines Tages das Leben des PR-Fachmanns Ray Embrey (Jason Bateman) rettet. Plötzlich beginnt der verbitterte Superheld zu verstehen, dass er doch einen wunden Punkt haben könnte. Indem er sich damit auseinandersetzt, nimmt Hancock seine bislang größte Herausforderung in Angriff. Eine Herausforderung, der er wahrscheinlich nicht gewachsen ist, denn Rays Frau, Mary (Charlize Theron), hält Hancock für einen hoffnungslosen Fall.

Neuer TV-Teaser und erster offizieller Trailer wie immer nach dem Klicker:
(via)

Willste alles? Musste klickn! »

Im Tal von Elah

um 17:35 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (4)

© Concorde FilmOriginaltitel: In the Valley of Elah
Genre: Drama
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Paul Haggis
Darsteller: Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Susan Sarandon, Jason Patric, uvm
Läuft ab: 06.03.2008
Offiz. Webseite:
www.inthevalleyofelah.com

Inhalt: Mike Deerfield war 1 1/2 Jahre im Irak im Einsatz, überlebte und verschwindet kurz nach seiner Rückkehr in die USA plötzlich. Sein Vater Hank macht sich zu Mikes Stützpunkt in New Mexico auf, um der Sache nachzugehen und ihn wiederzufinden. Mikes Vorgesetzte behindern die Ermittlungen und seine Kameraden hüten ein Geheimnis, das Hank Deerfields bisher geordnete Welt völlig auf den Kopf stellt. Ein Geheimnis, das nicht nur die Veränderungen an seinem Sohn, sondern auch die unverheilten Wunden des Krieges im ganzen Land verbirgt. Was der Vietnamveteran schließlich mit der Unterstützung von Detective Emily Sanders entdeckt, ist eine grausame Wahrheit, die die Hoffnung begräbt, dass man Gewalt und Tod fern der Heimat an der Front zurücklassen kann.

Lola meint: Es ist mir selten so schwer gefallen den Einstieg in ein Review zu finden, denn Im Tal von Elah ist die Art von Film, die einen nach dem Abspann mit einem tonnenschweren Druck auf der Seele zurück lässt. Regisseur Paul Haggis, der anscheinend Ambitionen hat die Nachfolge des inzwischen recht handzahmen Oliver Stone anzutreten, lässt ein deprimierendes Drama vom Stapel, auf das man wegen der eher krimimäßig angehauchten Inhaltsangabe nicht wirklich vorbereitet ist.

Haggis zeigt uns in graubraunen Bildern ein Land, das alles von seinem berühmten Stars’n'Stripes-Optimismus und seiner Leichtigkeit eingebüsst hat. So grau und unterkühlt wie die Bilder wirken auch die Charaktere. Tommy Lee Jones war ein absoluter Glücksgriff für die Rolle des ehemaligen Berufssoldaten und Militärpolizisten Hank Deerfield, denn er fügt sich mit seiner extrem reduzierten Performance, die von einer Oscarnominierung geadelt wurde, perfekt ein. Hank lässt keine Emotionen zu, sondern klammert sich lieber an die tägliche Routine und Rituale, die man ihm in den Jahrzehnten bei der Army eingeschliffen hat. Es wirkt, als könne er mit einem normalen Leben ohne das Korps gar nichts anfangen und auch seine Frau kann schon lange nicht mehr zu ihm durchdringen. Er kommt erst in Bewegung, als sein Sohn während eines Ausgangs plötzlich verschwindet, was dessen Kameraden und Vorgesetzte im Stützpunkt aber nicht grossartig zu verwundern scheint, sondern eher als Eskapade abgetan wird.

Als kurz darauf die zerstückelte und verbrannte Leiche seines Sohnes auftaucht, nimmt Hank zusammen mit einer örtlichen Polizistin die Fährte auf, denn auch jetzt hält sich das Engagement der Army in Grenzen, die den Mord als missglückten Drogendeal abheften will. Was dann folgt, ist kein klassischer Thrillerplot, obwohl sich der Protagonist in einem Labyrinth aus Lügen und finsteren Abgründen wiederfindet, sondern vielmehr das Psychogramm eines Mannes, dem nach und nach all das genommen wird, woran er sein Leben lang geglaubt hat. Tommy Lee Jones spielt diese qualvolle Entwicklung ohne grosse Gesten und lässt seinen Hank eher in Zeitlupe zerbröckeln. Als ihm schliesslich nach frustrierender Ermittlungsarbeit die Wahrheit über den Tod seines Sohnes vor die Füsse gespuckt wird, kann er nur noch fassungs- und reglos auf die Trümmer seiner Ideale schauen. Trotzdem gewinnt man den Eindruck, dass ihn der Schmerz endgültig wachgerüttelt hat und dass trotz der Tragödie noch die Chance auf ein kleines Stück wirklichen Lebens jenseits der bloßen Existenz für ihn möglich wird.

Die Botschaft des Films springt einem mitten zwischen die Augen: Menschen werden von einer zynischen Maschinerie verheizt, die nur daran interessiert ist, dass jeder inmitten von nacktem Wahnsinn einwandfrei funktioniert. Wer dabei zerbricht, steht alleine da und kann keine Hilfe erwarten, denn solche Probleme hat es einfach nicht zu geben. Amerika muss derzeit schmerzhaft lernen, dass Totschweigen und Verdrängung nie auf Dauer funktioniert, weil sich die unter der Oberfläche gärenden Tumore irgendwann ans Licht durchfressen. Im Tal von Elah ist mit seiner spröden Art kein einfacher Film, den man so eben mal konsumieren kann, bietet aber einen tiefen Einblick in die zerrissene Seele einer ehemals so unkaputtbaren Nation.

★★★★★★★★★☆ 9/10

Kaltes Land

um 22:51 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (0)

© Warner Bros.Info: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Inhalt: Josey Aimes (Charlize Theron) flieht Ende der 80er Jahre mit ihren zwei Kindern vor ihrem gewalttätigen Ehemann in ihre Heimat Nord-Minnesota und zu ihren Eltern zurück. Ihre Freundin Glory (Frances McDormand) arbeitet als eine von wenigen Frauen im gut bezahlten Bergbau und verhilft Josey zu einer Stelle in der Grube, die sich seit Generationen fest in Männerhand befindet. Josey stellt sich auf die oft gefährliche Knochenarbeit ein, aber wirklich unerträglich sind nur die Belästigungen, denen die Frauen durch ihre männlichen Kollegen ausgesetzt sind. Neben offenen Anfeindungen müssen die weiblichen Grubenarbeiter zahlreiche “Späße” unterhalb der Gürtellinie ertragen und stehen Grabschern hilflos gegenüber. Doch Josey will kein Opfer sein. Sie nimmt den Kampf auf und schreibt damit Geschichte.

Lola meint: Regisseurin Niki Caro, der sich durch „Whale Rider“ die Türen der US-Filmindustrie öffneten, zerrt mit “Kaltes Land” ein widerborstiges Stück Film auf die Leinwand, das sich mit dem Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz beschäftigt. Und wieder mal wird für eine unbequeme Story das leidige ‘beruht auf einer wahren Geschichte’ bemüht. Anders scheint es in Hollywald jenseits des Hirn-aus-und-durch-Popcornkinos wohl nicht zu gehen.

Passend zum Titel und Grundtenor des Films wird hier in unterkühlten Bildern das Schicksal von Josey Aimes erzählt, die sich erst am Arbeitsplatz von den männlichen Kollegen terrorisieren lassen muss und dann auch noch jahrelang vor Gericht in einem absolut lächerlichen Prozess (noch lächerlicher: der Prozess gilt bis heute als aufsehenerregender Präzidenzfall) fertig gemacht wird. Es verwundert doch sehr, dass das reale Verfahren erst Ende der 90er Jahre zum Abschluss kam, denn während des Films wähnt man sich durch die Geschehnisse irgendwann Anno 1704undeinpaarzerbombte und bestimmt nicht Mitten in den doch schon recht aufgeklärten 80ern. Die Regeln unserer modernen Gesellschaft scheinen noch nicht bis in jeden Winkel der USA vorgedrungen zu sein – jedenfalls nicht bis in diesen Landstrich in Minnesota. Da kriegt man ja wieder mal richtig Bock ins gelobte Land zu reisen und sich von dem Elend dort mit eigenen Augen zu überzeugen.

In der Rolle der geplagten Josey ist eine trotzig-stoische Charlize Theron zu sehen, die sich seit “Monster” in White Trash Gefilden so richtig zu Hause zu fühlen scheint, was natürlich in krassem Widerspruch zu ihrer modelmäßigen Erscheinung steht. Einmal mehr verweigert sie der Kamera und dem Zuschauer ihr beachtliches Äußeres und schleicht ungeschminkt in vollendetem C&A-Chic und mit grottigem Haarschnitt durch die Story. Unsere Unterschichten-Barbie muss sich im Verlauf des Dramoletts ein bisschen zuviel vom Schicksal verscheissern lassen: Als Teenie vom schmierigen Lehrer vergewaltigt inklusive einer daraus resultierenden Schwangerschaft, vom verbohrten Vater wegen der ‘Schande’ des unehelichen Kindes abgelehnt, von der resignierten Mutter größtenteils im Stich gelassen, eine miese Ehe mit einem Schläger bis hin zu den unwürdigen Zuständen am Arbeitsplatz. Alles zusammen wirkt reichlich dick aufgetragen und ich möchte einfach mal bezweifeln, dass das alles auch auf dem Konto des realen Vorbilds zu finden ist.

Während die Drehbuchschreiber über dem harten Schicksal von Josey brüteten, haben sie offensichtlich vergessen die beteiligten Figuren und die restliche Handlung mit genügend Sorgfalt zu bedenken. Frau Theron strampelt sich als verschüchtertes Opfer ab, dem man die Anflüge von Emanzipation und Selbstbestimmung nicht so recht abnehmen mag, weil sie sich in regelmäßigen Abständen mit dem Arsch das wieder einreißt, was sie vorne mühevoll aufgebaut hat. Die restlichen Figuren wirken wie aus dem 08/15-Filmbaukasten und verwirren den Zuschauer mit unglaubwürdigen Motivationen oder unnachvollziehbar plötzlichen Charakterwandlungen. Vor allem die Männer kommen denkbar schlecht weg: Entweder haben wir es mit skrupellosen Neandertalern oder mit Lenorgespülten Frauenverstehern zu schaffen. Auhauaha.

Ein wahrer Lichtblick in diesem schwarz-weißen Sumpf sind da die herben Auftritte von Frances McDormand und der Urmutter Beimer aller Arbeiter- und Frauenfilme Sissy Spacek. Beide schaffen es aus ihren recht begrenzten Rollen das Maximum heraus zu holen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ich würde sogar mal frech behaupten, dass die beiden Ladies “Kaltes Land” den Arsch vor der totalen Mittelmäßigkeit gerettet haben.

Als Zuschauer bleibt man mit einem zwiespältigen und unbefriedigten Gefühl zurück. Das Thema ist wichtig, die Vorkommnisse sind empörend und man möchte sich emotional engagieren, aber man kann es kaum. Vielmehr ist man staunender und seltsam unbeteiligter Beobachter von blutleeren Charakteren und ihrem meist haarsträubenden Verhalten. “Kaltes Land” kann man mit ruhigem Gewissen unter ’sowas von verschenke Gelegenheit’ abheften. Schade drum.

Offizielle Webseite zum Film

 

 
 

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