And the Saturn Award goes to…

um 23:04 da reingeschubst: Film, Internet || Fremdplörre: Comments (16)

Urgs. Wegen ein bissi bis viel Stress bin ich glatte eineinhalb Tage nicht dazu gekommen hier was reinzuhäckern. Geht ja wohl gar nicht! Da muss ich doch gleich mal die Winner der diesjährigen Saturn Awards Verleihung nachreichen. OK, der Pokal selber ist jetzt vielleicht nicht ganz so hübsch und sieht eher wie etwas aus, das man im Beate Uhse Shop zusammen mit ner Grosspackung Batterien kaufen kann, aber der Grundgedanke dahinter ist umso wichtiger. Es werden nämlich Filme aus Kategorien bedacht, die sonst eher verächtlich unter den Tisch fallen gelassen werden, wenn sie nicht gerade den Blockbusterstempel haben. Sind denn etwa Science Fiction-, Fantasy- und Horror-Filme irgendwie unwichtiger als andere? Pah!

Davon mal abgesehen finde ich die meisten der diesjährigen Preisträger etwas…ähem zweifelhaft. Sweeney Todd, Eastern Promises und Verwünscht. Hallo?! War das sonstige Angebot so lau, dass das aufs kleinste Übel rauslaufen musste? Wobei man bei diesen Titeln natürlich über die Sache mit dem kleinsten Übel auch noch streiten kann. Zumindest wurde Marcia Gay Harden als beste Nebendarstellerin für ihre umwerfende Performance in Der Nebel ausgezeichnet und die Frisur von Javier Bardem hat nochmal den Pott für No Country for old Men abgegriffen.

Eher lächerlich finde ich den TV-Serien Darstellerinnenpreis für Jennifer Love Hewitt, die ja nun so ziemlich alles ist. Nur keine Schauspielerin. Zumindest gabs auch für meinen Dexter einen Award und von mir aus hätte er der Volksverdummungarschung Lost noch ein paar Preise wegnehmen können. Anyway - hier die Liste:

Best Science Fiction Film: Cloverfield
Best Fantasy Film: Verwünscht
Best Horror Film: Sweeney Todd
Best Action/Adventure/Thriller Film: 300
Best Animated Film: Ratatouille
Best International Film: Eastern Promises

Best Actor: Will Smith (I Am Legend)
Best Actress: Amy Adams (Verwünscht)
Best Supporting Actor: Javier Bardem (No Country for old Men)
Best Supporting Actress: Marcia Gay Harden (Der Nebel)
Best Performance by a Younger Actor: Freddie Highmore (Der Klang des Herzens)

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Die Mumie 3 - Der finale Trailer und neues Poster [Update 2]

um 17:10 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comments (6)

Den ersten Teaser Trailer nebst den beiden bisher bekannten Postern zu The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor aka Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers (ab 07.08. im Kino) hatte ich vor einem guten Monat hier schonmal. Heute ging der finale Trailer mit etlichen brandneuen, verdammt beeindruckenden Szenen online. Popcorn-Kino at it’s best! Und wenn ich ganz ehrlich bin, gibts in diesem Trailer sogar ein bis zwei Sachen, die ich mir bei Indy 4 gewünscht hätte. Seufz.

Das neue internationale Poster sieht auch nett aus und vermittelt schon einen ganz guten ersten Eindruck der Bombast-CGI-Schlacht. Aktuell gibts nur eine Low-Res-Variante:

Hier gehts zum Mumientrailer. Ein bisschen Geduld und Teetrinken bitte punkto Ladezeit, denn die Seite wird im Moment ohne Ende gestürmt. (Wenn der Trailer zum embedden verfügbar ist, knote ich mir den hier noch nachträglich rein)
(via, Poster via)

[Update:] OK, ich wollte das zwar nicht, aber nach dem Klick erstmal die optisch ziemlich arme YouTube-Variante, von der ich hoffe, dass sie nicht gleich wieder gekickt wird…*nerv*

[Update 2:] Na also. Jetzt auch nach dem Klick der Trailer in anständiger Quali!

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Ridley Scott schickt Crowe und Miller in den Sherwood Forest

um 2:10 da reingeschubst: Film, Internet, Preview || Fremdplörre: Comments (2)

Um eins gleich mal vorneweg klarzustellen: Alan Rickman hat mich ein für alle mal für jeden weiteren Robin Hood Streifen verdorben. Was er da 1991 abgeliefert hat, kann nicht getoppt werden und who the fuck is dieser Kevin? Hat der auch mitgemacht? Aber da Weihnachten auch dieses Jahr nicht abgesagt wird, mache ich für Ridley Scott eine Ausnahme und erwähne hiermit seine geplante Robin Hood Verfilmung mit dem für dieses Thema mal ‘anderen’ Titel Nottingham. Das mache ich nur, weil Ridley für Blade Runner, Alien, Black Rain, Thelma & Louise und ja - auch für Gladiator und Hannibal auf ewig einen dicken Stein bei mir im Brett hat. Er kann zwischendurch ruhig noch so viel Quatsch zusammendrehen und ich nehms ihm nicht übel. Und ausserdem hat Herr Scott es doch tatsächlich wieder geschafft, die von ihm höchstselbst erschaffene Diva Russell Crowe zu überreden die Titelrolle anzunehmen (aller guten Dinge sind drei passt hier allerdings nicht so ganz, denn Ein gutes Jahr hiess zwar so, war aber eher ein einschläferndes).

Back to Nottingham, der die altbekannte Story angeblich gegen den Strich bürsten will und einige Überraschungen parat haben dürfte: Russell soll einen netten (!!!) Sheriff geben, der sich in Lady Marian (Sienna Miller) verguckt, woraus dann ein pikantes Liebesdreieck entsteht, denn Marian ist mit einem abgeranzten Hooligan und Hobbytaschendieb namens Robin am rummachen. Oder so ähnlich. Jedenfalls soll Nottingham eher als Komödie (RomCom?) angelegt sein, woran ich aber im Moment noch nicht so richtig glaube, denn erstens gibts bisher nur Spekulationen und zweitens äh…Russell in ner Komödie? Das fällt eindeutig unter Dinge, die ich mir nicht vorstellen kann und will. Und schiefgehen tuts auch. Ganz bestimmt.
(via)

Nochmal für die Blinden und Lesefaulen:

um 14:35 da reingeschubst: Film, Me myself and I || Fremdplörre: Comments (2)

Da ich gestern und heute von diversen Mitmenschen falsch verstanden, falsch zitiert, angemotzt oder wahlweise zwar nett, aber trotzdem verständnis- bis fassungslos angequatscht wurde, wieso zur Hölle ich Indys Kristallschädel denn 8 Punkte gebe und ob ich nicht ganz dicht, betrunken oder als Kind auf den Kopf fallen gelassen worden wäre: Ich habe ihm keine 8, sondern

6 Punkte

gegeben, die laut meiner persönlichen Definition eines 10-Punkte RankingsWeder richtig gut, noch richtig schlecht” bedeuten. Und dazu stehe ich! Der Streifen ist für mich (leider und zähneknirsch) Mittelmaß - nicht mehr und nicht weniger.

Offenbar kann ich nicht verlangen, daß sich irgendjemand durch mein Pamphlet quält (ihr faulen Säcke), deswegen hab ich den relevanten Part mit der Punktevergabe jetzt hervorgehoben. Und ich hoffe, daß alle Unklarheiten damit beseitigt sind. Meine Herren. Wie kann man sich wegen sonem Quatsch nur so echauffieren? Vor allem verstehe ich im Moment nicht ganz, wieso ich vor allem per Mail blöd angemacht werde. Schreibts in die Kommentare und zügelt eure Ausdrucksweise, dann lösche ich sie nämlich nicht. So wie die 13 bis 27 Du-blöde-Schlampe-Mails.

Und wenn ich jetzt noch weiter von der Seite angemacht werde, gebe ich Indy glatte 10 Punkte! Ich schrecke vor nichts zurück…*droh*

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

um 19:18 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (19)

Originaltitel: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Genre: Action, Adventure, Fantasy
Land: USA
Jahr: 2008
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent, uvm.
Läuft seit: 22.05.2008
Offizielle Webseite:
www.indianajones.com

Inhalt: Das neueste Indiana Jones Abenteuer beginnt 1957 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges in den Wüstengebieten im Südwesten der USA. Indy ist auf einem entlegenen Flugplatz nur mit knapper Not böswilligen Sowjetagenten entkommen. Bei seiner Rückkehr an das Marshall College muss Prof. Jones feststellen, dass er vom Regen in die Traufe gekommen ist. Sein enger Freund und Dekan erklärt ihm, dass ihn seine jüngsten Aktivitäten bei den Kommunistenjägern der Regierung verdächtig gemacht haben und dass auf die Universität Druck ausgeübt wird, ihm zu kündigen. Beim Verlassen der Stadt trifft Indiana den aufsässigen jungen Mutt, der dem abenteuerlustigen Archäologen einen folgenschweren Vorschlag macht. Wenn Indy ihm bei einer Mission mit zutiefst persönlichen Motiven hilft, könne er durchaus einen der spektakulärsten archäologischen Funde der Geschichte machen: Den Kristallschädel von Akator, ein legendäres Objekt, das Faszination und Furcht auslöst und mit allerlei Aberglauben behaftet ist. Doch als Indy und Mutt zu einer der entferntesten Ecken Perus aufbrechen merken sie schnell, dass sie auf ihrer Suche nicht alleine sind.

Lola meint: Es gibt Filme, die trägt man für immer im Herzen. Sei es, weil man mit ihnen aufgewachsen ist, weil sie einen persönlichen Moment des eigenen Lebens exakt trafen und noch einmal die Gefühle dazu transportierten, weil man sie beim ersten und auch noch beim zwanzigsten Mal einfach nur überwältigend fand oder alles zusammen oder aus noch ganz anderen Gründen. Indiana Jones ist für mich einer dieser Filme bzw. Filmreihe. Ich habe ihn damals sogar noch mehr geliebt als Star Wars, was beinahe einem Sakrileg gleichkam, aber es spiegelte vielleicht schon in den 80ern meine große Schwäche für einen gewissen oldschooligen Charme wider, dem ich mich bis heute nicht entziehen kann. Das machte sich sogar in meinem mit Postern tapezierten Zimmer bemerkbar: Während meine Alterskolleginnen die damals angesagten Popstars an der Wand hatten, war meine erste Liebe Elvis, der dann im Jahre 81 von meinem Indy abgelöst wurde und in den Durststrecken zwischen den Filmen höchstens mal kurz für Depeche Mode Platz machen musste. Hach Dr. Jones. Hach Harrison.

Vielleicht wird jetzt ansatzweise klar, was in mir vorging und welche Welle der Nostalgie mich überkam, als ich gestern im Kino ungeduldig auf das völlige Abdunkeln wartete und im Geiste jeden verdammten Werbespot verfluchte, der mich vom Objekt meiner Begierde fernzuhalten versuchte. Aber obwohl ich in den letzten Tagen um alle Rezis - von der von Roger Ebert mal abgesehen - sorgfältig einen riesigen Bogen gemacht und höchstens die Überschriften gelesen hatte, ermahnte mich eine kleine fiese innere Stimme trotzdem dazu den Ball flach zu halten und keine Offenbarung zu erwarten. Denn Hey – die Veränderungen, die das Kino in den letzten 20 Jahren durchlaufen hatte, würden ihre gierigen Griffel auch nach Indy ausstrecken und dieses Kristalldings auf dem Plakat war eindeutig ein Alienschädel. Seufz.

Natürlich kam es genau so, wie mir meine innere Stimme suggerierte: CGI-Overload, wo es gute alte Handarbeit hätte sein müssen und ein geradezu schmerzhaft einfallsloses, oft schlecht getimtes und auch noch an vielen Stellen einfach nur unpassendes Drehbuch, wo es spritzige Ideen und Gefühl für die Sache gebraucht hätte. Der einer CPU entsprungene Präriehund, der einen Prolog einläutete, der unverständlicherweise gar keiner war, hätte mich noch nicht mal gestört, aber Sachen wie der Kühlschrank, die Verfolgungsjagd am Abgrund, die Affen, ganze Sets oder kleine Details wie Wolken aus Schiesspulver waren einfach zuviel des CGI-Guten. Ich könnte die Aufzählung noch endlos fortsetzen, was ich mir jetzt aber spare, denn das wäre ohnehin zuviel der Ehre für die gleichgültige Lieblosigkeit, die diese FX-Lösung in einem Indy Film für mich im Endeffekt ist. Ganz zu schweigen davon, daß auf diese Weise ganze Berufsgruppen wie Tiertrainer, Modellbastler, Stuntleute, Kulissenbauer, ect. arg dezimiert oder sogar langsam ausgerottet werden. Auf die will ich aber nicht verzichten, weil ihre Kunst auf der Leinwand einfach besser aussieht und sich besser anfühlt, als der sterile Schaltkreis-Müll.

Wie bereits erwähnt, ist das böseste Manko das Drehbuch von David Koepp, der es nach den Vorgaben von Lucas zusammenhacken musste. Vielleicht kann man Koepp noch nicht mal einen wirklichen Vorwurf wegen der Storyline machen, denn wer sich die Elemente anguckt, die Lucas offenbar unbedingt drin haben wollte, der fragt sich ohnehin, wie Koepp daraus überhaupt noch eine halbwegs zusammenhängende Geschichte stricken konnte und warum Spielberg nichts dagegen unternommen hat. Gibt es für einen Indy-Film – und es ist mir ganz egal, in welchem Jahrzehnt er angesiedelt ist - eigentlich noch unpassendere Dinge, als eine Atomexplosion, Gedankenlese und –übertragungs-Hokuspokus und vor allem Aliens inklusive UFO? Das fühlt sich mindestens so falsch an, wie ein Ruderboot in der Sahara oder der hitzeresistente Eisbär auf der tropischen Lost-Insel. Dazu kommen abgelabberte Ideenlosigkeiten, wie ein tausendmal woanders gesehener und deswegen alles andere als ‘geheimer’ Durchgang unter einem Wasserfall und vorher der Sturz über selbigen. Ach, es waren ja gleich drei. Das macht die Sache aber auch nicht neuer, sondern mindestens so abgewetzt, wie das Zerkloppen von Gefäßen, aus denen dann endlos Sand rieselt, der damit natürlich gleich riesige Steinblöcke in Bewegung setzt oder der Tod des Verräters, dem seine Goldgier zum Verhängnis wird. Mir wächst sogar schon beim drüber schreiben der Bart. Zu solchen recycelten Ärgernissen gesellen sich nervig-klamaukige Szenen wie Herrn LaPuffs Tarzannummer, Gebüschhiebe auf die Kronjuwelen, Schlangen als Seil zu missbrauchen, sich lustig verhaltende Monsterameisen und ähnlicher Scheiß. Indy-Filme hatten immer einen leicht überkandidelten Humor, aber der Kindergarten hier ging eindeutig zu weit.

Es wäre schön, wenn das alle Fehlgriffe gewesen wären, aber – man ahnt es schon – die Liste ist noch länger. Wo war denn bitte der obligatorische Prolog, der so untrennbar zu Indy gehört, wie Ketchup auf die Currywurst? Es begann wie ein Prolog, sah aus, schmeckte und roch wie einer, aber hinten rum war es doch schon die eigentliche Story. Wo war der beinahe überlebensgroße Bösewicht, der wegen seines unerbittlichen Fanatismus und seiner diabolischen Verschlagenheit eine echte Bedrohung gewesen wäre? Irina führte Befehle aus und das ohne echtes Herzblut, sondern eher wie Dienst nach Vorschrift und wann ist eigentlich Feierabend. Das Ergebnis war, dass sie wie die Karikatur einer Domina rüberkam, von der sich die Hälfte der Typen im Kinosaal sicher gerne mal den Hintern versohlen lassen würden, aber vor der niemand wirklich Angst zu haben braucht. Wahrscheinlich durfte sie auch deshalb nie direkt gegen Indy ran, sondern musste sich mit Mutt, der harmlosen Hühnerbrust, kabbeln. Denn irgendwie war klar, daß die Dame nicht mehr aufstehen würde, wenn sie von unser aller Held mit Hut eine vor die Zwölf bekommt. Und wo war eigentlich das Feingefühl für die Dramaturgie, das solche Korken verhindert hätte, wie Macs Verrat nach 5 Minuten, der sich kurz vorm Showdown so viel besser gemacht hätte oder der ebenfalls viel zu frühen Enthüllung, daß Indy Mutts Vater ist. Das wäre viel eher ein neckisches ‘Hochzeitsgeschenk’ gewesen, was der Szene den letzten Schliff und eine Extraportion Eierkuchen verpasst hätte.

Bevor ich noch ungerecht werde, will ich auch ein paar positive Dinge wie das entzückende 50er Jahre Zeitkolorit erwähnen, wo wirklich an keinem Detail gespart wurde, das man mit dieser Ära in Verbindung bringt. Eigentlich hat nur noch gefehlt, daß Natalie singend durch die Kulissen hopst, James mit traurigem Blick an der Straßenecke rumlungert und Marilyn ihren Rock über dem Lüftungsgitter fliegen lässt. Hier war einfach alles stimmig, von den Verweisen, was mit Marcus oder Indys Papa passiert ist, bis hin zur Schlägerei im Diner oder der Motorrad-Verfolgungsjagd. Ebenfalls nett - wenn auch eher aus der Not geboren, daß die Russen nicht so tolle Gegner wie die Nazis sind - waren Details wie die Andeutung, daß Irinas Jungs den Grundstein für die Klimakatastrophe gelegt haben, weil sie damals das Regenwaldplattmachen erfunden haben und sich auch sonst wie die letzten Umweltschweine und Tierschinder aufführen durften. So ein Feindbild muss schließlich aufgebaut werden und wenn es mit ‘ungewöhnlichen’, weil aktuellen Mitteln ist *g*. Außerdem war eine bestimmte Szene für mich ein echtes Highlight, bei der alle versammelten Herren im Saal die Augen verdreht haben dürften: Indys entzückende und natürlich viel zu späte Liebeserklärung an die verdammt niedliche Marion, die dank Frau Allens Ausnahmegesicht auch nach 20 Jahren (eigentlich sogar 27) immer noch nur aus lustigen Grübchen und Lachfältchen zu bestehen schien. Da presst dieser Mann, der sonst als Inbegriff der Knurrigkeit und des Pragmatismus daherkommt, alle Gefühle, zu denen er überhaupt fähig ist, in einen einzigen kurzen kitschfreien Satz, der so schön war, daß er wohl jede Frau umgehend in die Deckungsstarre hätte fallen lassen. Wow. Wer hätte Indy sowas zugetraut? Ich jedenfalls nicht. Meine volle Begeisterung bekommt ebenfalls der durchgängige Einbau von Zitaten an die vorhergehenden 3 Teile, auch wenn man das eine oder andere ruhig noch weiter hätte auswalzen können, anstatt es nur am Rande zu erwähnen. Diese Extrapackung Nostalgie passte schön zum Abschluss-Feeling der Serie, dem durch Indys und Marions Hochzeit noch die passende Cocktailkirsche aufgesetzt wurde. Ich weiß, ich weiß – das Franchise soll mit Herrn LaPuff weitergeführt werden. Aber glaubt hier jemand ernsthaft, daß ich dieser Tatsache auch nur eine Sekunde Aufmerksamkeit schenken oder auch nur ansatzweise den Namen Jones mit ihr in Verbindung bringen werde? An dem Tag feiert die Höllencrew weiße Weihnachten.

Wo ich die ganzen Darsteller bereits erwähnt habe, muss ich direkt noch mal ein bisschen näher an sie ran: Harrison Ford war wie immer unantastbar grandios in seiner Paraderolle und wirkte auch in den Actionszenen hundert Mal beeindruckender, als alle anderen zusammen. Er hatte offenbar Spaß an den dauernd präsenten Spitzen gegen sein Alter und es sichtlich genossen, diese ad absurdum zu führen. Er kann es einfach immer noch und ist immer noch scharf bis Anschlag. Yesss! Wer hier ernsthaft bemängelt, daß Harrison für irgendwas zu alt ist oder alt aussieht, der ist entweder 12 oder hat was an den Augen. Bei Karen Allen, dem besten Indy-Girl aller Zeiten, verhält es sich ebenso: Erfrischend wie am ersten Tag und der Schalk springt einen aus ihren Funken sprühenden Augen auch heute noch direkt an. Sie hat sich nicht nur ihr umwerfendes Lachen bewahrt, sondern dadurch auch einen Charme und einen Esprit, von dem aktuelle Sternchen nur träumen können. Leider hatte sie nicht wirklich viel zu tun, aber wenn sie am Drücker war, dann glühte die Leinwand. Gegen so viel Präsenz haben es die anderen natürlich schwer. Cate Blanchett hat sich wie immer wund gespielt, hatte aber gegen ihren unterdurchschnittlich entwickelten Charakter keine Chance. Ray Winstone, John Hurt und Jim Broadbent erging es kaum anders. Da hätte ich mir eine halbe Stunde mehr Laufzeit und somit mehr Raum für diese Figuren gewünscht. Wer bleibt jetzt noch übrig? Ohwei. Shia LaPuff…ach neee, LaBeouf ist ohnehin immer zu blass bzw. unbeeindruckend und sein Gesicht bleibt ebenso wenig wie sein Name hängen. Da half auch sein ewiges Rumgezappel genau so wenig, wie seine unsinnig große und hauptsächlich durch weiter oben erwähnte Klamauk-Kindergartenszenen künstlich aufgepumpte Rolle. Er wurde von Filmminute zu Filmminute immer nur nerviger und unausstehlicher und ich verfluche und verwünsche George Lucas zwar nicht für die Existenz Mutts, aber für die Besetzung, für die Mutt-Überdosis und alle Pläne punkto Indiana LaPuff. Irgendwann müsste doch eigentlich auch ein Herr Lucas den Hals und das Bankkonto mal voll genug haben.

Kann es sein, daß das hier bereits das längste Lola-Review aller Zeiten ist? Ups. Sorry. Hatte ich gar nicht vor, aber die Indy-Leidenschaft hat mich wohl übermannt. Und weil ich grade so schön in Fahrt bin, hör ich jetzt lieber auf, denn es soll ja schon Leute gegeben haben, die sich totgescrollt haben. Verdammt. Jetzt kommt die Bewertung, um die ich mich bis hier erfolgreich gedrückt hab. Ich könnte ja einfach das Kultschildchen raushängen, aber so einfach möchte ich es mir dann doch nicht machen. Im Grunde verdient Indy und der Kristallschädel insgesamt nicht mehr als 6 Punkte. Aber es ist Indy und ich will ihm keine 6 Punkte geben! Eben weil es Indy ist! Also zähle ich einfach für den Hut, für Harrisons immer noch verdammt umwerfenden Sexappeal, für Karens Grübchen und die ganzen Verbeugungen vor den alten Streifen jeweils einen halben Punkt dazu. So. Jetzt kriegt Indy 8 Punkte. Warum ich das mache? Weil ich es kann und weil ich wegen Indy nen Hormonkoller hab. Hach Dr. Jones. Hach Harrison.

★★★★★★★★☆☆ 8/10 (mit zugedrückten Hühneraugen und zwei dazugeschummelten Punkten)

Es kann nur einen geben, ihr Arschgeigen!

um 16:24 da reingeschubst: Film, Internet, Preview || Fremdplörre: Comments (4)

Da komm ich erst vor lauter Stress nicht an den Peh Zeh und wenn ich dann endlich mal Zeit hab, finde ich sowas: Highlander wird Opfer des Remake-Irrsinns! Es hackt wohl! Pfoten weg von dem Kultfilm! Der ist heilig und unantastbar! Und wenn ihr blödgekoksten Hollywood-Deppen ernsthaft glaubt, ihr könntet so mir nix dir nix Christopher Lambert, Sean Connery und schon gar nicht Clancy Brown und noch weniger Queen ersetzen, dann solltet ihr euch mal die Synapsen untersuchen lassen. Als Präventivmaßnahme empfehle ich gleich noch eine Lobotomie mit der Bohrmaschine. Die nehme ich dann aber selber vor. Ist doch wahr.

Das Script zu dem Machwerk soll übrigens das Autoren-Duo Art Marcum und Matt Holloway verfassen, die schon den Iron Man zusammengeschmiert haben. Daß ich mit dem Drehbuch und seinem luschigen Umgang mit den Figuren alles andere als einverstanden war, habe ich bereits an anderer Stelle deutlich gemacht. Auch die Beteiligung von Produzent Peter S. Davis verheißt nur Unheil, denn der war zwar bereits beim Original dabei, hatte seine schmierigen Griffel aber auch bei fast jeder der miesen Fortsetzungen drin. Deswegen lasse ich mich von diesem lächerlichen Pseudo-Namedropping schon gleich gar nicht beeindrucken. Ich glaube, es kann sich niemand auch nur ansatzweise vorstellen, wie stinkesauer ich gerade bin. So. Ich geh dann mal eben Kurgan anrufen, damit der der Sache ein Ende bereitet: “Hi, wir sind Art, Matt und Peter!” — “Natürlich seid ihr das….”
(via)

John Cusack reist für Emmerich in andere Dimensionen

um 2:29 da reingeschubst: Film, Internet, Preview || Fremdplörre: Comments (0)

Oberknuffel John Cusack gehört definitiv zu meinen Lieblingen auf der Leinwand und im DVD-Player, auch wenn er für mein Empfinden in letzter Zeit kein allzu glückliches Händchen bei seiner Rollenauswahl hatte. Ob sein neuestes Projekt da eine Ausnahme bildet, möchte ich zu meinem Leidwesen glatt bezweifeln: Er steigt mit Krawall-Emmerich ins Bett und will in 2012 mal eben die ganze Welt vorm Untergang retten (1408 & 2012 - wenn das mal kein schlechtes Omen ist…*unk*).

Gegen eine Weltrettung ist ja soweit noch nüscht einzuwenden, aber der bisher bekannte Plot liest sich dann doch etwas naja: Cusack soll einen Wissenschaftler spielen, der ein Stargate Tor in eine Paralleldimension öffnet, um sich dort mit seinem anderen Ich zu treffen. Also ein Doppel-John. Beide zusammen müssen dann irgendwie die Apokalypse verhindern, die nur deswegen stattfindet, weil ein Zyklus des Maya-Kalenders 2012 endet und mit ihm die ganze Welt. Ah ja. Irgendwas sagt mir, daß die ollen Mayas wegen dem Quatsch in ihren Gräbern grade ne Rolle rückwärts machen. Wer denkt sich sowas aus?
(via)

Die Mumie 3 - Trailer und Inhalt [Updated]

um 12:27 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comment (1)

Meine Herren! Ich glaub heute wird ein Trailertag, denn was ich hier von letzter Nacht auf Halde liegen hab, reicht eigentlich bis nächste Woche. Den Anfang macht die Mumie 3 (ab 07.08.2008), in dem es Brendan Fraiser diesmal nicht nach Ägypten, sondern ins alte China verschlägt. Und da gibts Jet Li, Michelle Yeoh, ordentlich auf die Moppe und die berühmte Terrakotta-Armee in ziemlich lebendig! Bevor ichs vergesse: Rachel Weisz hat sich diesmal ausgeklinkt und wird von Maria Bello ersetzt. Soll mir recht sein, denn Maria war mir eigentlich schon immer sympathischer…

 

Synopsis (wird ein bissi länger): The blockbuster global Mummy franchise takes a spellbinding turn as the action shifts to Asia for the next chapter in the adventure series, The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor. Brendan Fraser returns as explorer Rick O’Connell to combat the resurrected Han Emperor (Jet Li) in an epic that races from the catacombs of ancient China high into the frigid Himalayas. Rick is joined in this all-new adventure by son Alex (newcomer Luke Ford), wife Evelyn (Maria Bello) and her brother, Jonathan (John Hannah). And this time, the O’Connells must stop a mummy awoken from a 2,000-year-old curse who threatens to plunge the world into his merciless, unending service.

Doomed by a double-crossing sorceress (Michelle Yeoh) to spend eternity in suspended animation, China’s ruthless Dragon Emperor and his 10,000 warriors have laid forgotten for eons, entombed in clay as a vast, silent terra cotta army. But when dashing adventurer Alex O’Connell is tricked into awakening the ruler from eternal slumber, the reckless young archaeologist must seek the help of the only people who know more than he does about taking down the undead: his parents.

As the monarch roars back to life, our heroes find his quest for world domination has only intensified over the millennia. Striding the Far East with unimaginable supernatural powers, the Emperor Mummy will rouse his legion as an unstoppable, otherworldly force…unless the O’Connells can stop him first. Now, in The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor, the trademark thrills and visually spectacular action of the Mummy series will be redefined for a new generation.

Den Trailer hat im Moment nur Yahoo -> klick <- , aber sobalds den zum embedden gibt, klöppel ich ihn hier noch nachträglich rein. Ach ja: Ne ziemlich umfangreiche Gallery gibts hier zu beglotzen.
(via)

[Update] Na also - jetzt auch embedded in anständiger Quali:

Offizielle MumienGrabkammer

Der erste City of Ember Trailer ist gelandet

um 1:57 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comment (1)

Uiii…mein Schnuppernäschen hat mich nicht betrogen: Der fangfrische Trailer zu City of Ember sieht überraschend gut aus! Dem Streifen hatte ich wegen the one and only Bill Murray mit allen verfügbaren Vorabinfos hier schonmal meine Aufmerksamkeit gewidmet. Ich würde fast sagen, daß sich das als Jugend-Fantasy-Roman-Verfilmung-Dingens beschriebene Projekt wegen dem Trailer soeben beinahe zu einem Endzeit-Action-Fantasy-Drama-whatever gemausert hat. Hammer Kulissen! Aber solche Clips können ja auch täuschen. Ich bin jedenfalls für den Moment erstmal durchaus angetan:

In größer und schicker gibts das Filmchen auf der offiziellen Seite zu bestaunen!
(via)

City of Ember - Bill Murray beehrt uns in einer Romanverfilmung

um 16:50 da reingeschubst: Film, Internet, Preview || Fremdplörre: Comments (3)

Irgendwie hab ich den von mir heiß und innig geliebten Bill Murray seit den mittlerweile schon recht angewelkten Broken Flowers nicht mehr vor die Glotzer bekommen und deswegen freue ich mich um so mehr, daß er endlich mal wieder eine größere Rolle an Land gezogen hat. City of Ember ist die Verfilmung des Jugend-Fantasy-Romans Lauf gegen die Dunkelheit von Jeanne DuPrau und hat eine für mich recht…ähem *hust* merkwürdig klingende Inhaltsangabe:

“Seit Generationen gedeien die Bewohner von Ember, das unter der Erde liegt, in einer fantastischen Welt voll glitzernder Lichter. Aber dann beginnt der mächtige Generator, der die Lampen der Stadt seit ewigen Zeiten leuchten lässt, zu versagen und das Licht beginnt zu flackern. Alle Hoffnung liegt auf zwei Jugendlichen, die in einem dramatischen Rennen gegen die Zeit versuchen mysteriöse Hinweise zu entschlüsseln, die das uralte Geheimnis um die Existenz der Stadt lüften und den Bewohnern die Flucht ermöglichen sollen, bevor die Lichter für immer verlöschen und alles in Finsternis versinkt.”

Klingt ja sehr dramatisch, aber mir fällt dazu eigentlich eher ‘guckt mal in die Gelben Seiten unter E wie Elektriker’ ein. Neben Bill Murray als Bürgermeister, sind noch Tim Robbins, Toby Jones, Martin Landau und die für Abbitte mit einer Oscarnominierung bedachte Saoirse Ronan mit am Start. Produziert wird der Film übrigens von Tom Hanks und ein erster Trailer folgt in den nächsten Tagen. Auf IMDb gibts jetzt schon zwei Fotos zu sehen, die erahnen lassen, daß die Ausstattung und die Kostüme wohl mehr als verschwenderisch ausfallen.
(via)

Offizielle EmbermachtsLichtausSeite mit leider noch nix Infos

 
 

Janz früher mal...

 

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