Little Miss Sunshine

um 14:24 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (0)

Info: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Inhalt: In der Theorie hat Richard Hoover das Leben im Griff, in der Praxis aber besteht Handlungsbedarf. Weder seinen Kunden noch seiner Familie kann er sein Erfolgskonzept verkaufen. Sein Vater fliegt aus dem Seniorenheim, sein Sohn verweigert sich schweigend der Welt. Seine Frau hat das Vertrauen in ihn verloren und sein Schwager fast sein Leben – nach einem Selbstmordversuch. Nur Olive, die Jüngste, wirkt gefestigt und scheint den väterlichen Optimismus verinnerlicht zu haben. Die pummelige Siebenjährige ist fasziniert von Schönheitsköniginnen und will unbedingt an der Wahl zur „Little Miss Sunshine“ teilnehmen, in der alljährlich der junge Beautynachwuchs qualitätsüberprüft wird. Als Olive tatsächlich eingeladen wird, bricht die ganze Familie im VW-Bus nach Kalifornien auf. Auf der Reise liegen bald die Nerven blank und kleinen Krisen folgen große Katastrophen…

Lola meint:Little Miss Sunshine” wird seit Monaten als Geheimtipp gehypt und mit Lorbeeren zugeschüttet, was sich sogar in vier Oscar-Nominierungen niederschlug. Vielleicht war ich schon entschieden zu ‘überinformiert’ als ich mich erwartungsfroh in den Streifen gestürzt habe, denn bei mir hat er längst nicht so eingeschlagen. Die Regienovizen Jonathan Dayton und Valerie Faris präsentieren uns eine als Road Movie verpackte Tragikomödie, die wegen ihrer vielen skurrilen Einfälle ganz putzig ist, aber auch genau aus diesem Grund auf mich einen Tick zu überdreht und gewollt wirkt.

Der Film steht und fällt mit den durchgeknallten Mitgliedern der Albtraumfamilie (bei der man die ganze Zeit froh ist, daß man nicht mit der Mischpoke verwandt ist), wobei es sich als ungünstig erweist, daß eigentlich kaum Sympathieträger zu finden sind. Am ehesten sticht Alan Arkin als aufsässiger Opa heraus, der den Leitsatz aller Rock’n'Roller mal eben in ‘Sex, Drugs and Altersheim’ uminterpretiert und mit dem Konsum von illegalen Substanzen nebst einer Vorliebe für billige Pornoheftchen ziemlich auf die Kacke haut. Leider gibt er im Verlauf des Films zu früh den Löffel ab und lässt uns mit dem Rest seiner buckligen Verwandtschaft sitzen. Greg Kinnear läßt als Loser-Papi zu sehr das Arschloch raushängen, Mutti Toni Collette hat zu wenig zu tun, um einen Eindruck zu hinterlassen und Abigail Breslin als Beautycontest-verstrahlte Tochter nervt einfach nur.

Lediglich der suiziderprobte Onkel Steve Carell und der verstummte Paul Dano als schmollender Sohn haben so ihre Momente. Unterm Strich ist das aber nicht genug, da der ganze Streifen zu allem Überfluß auch noch in jeder Sekunde absolut vorhersagbar ist. So reißt auch die recht gelungene Kritik an der amerikanischen Schönheitswettbewerbs-Industrie nichts mehr heraus und die klebrige Familie-über-alles-Botschaft will nicht zum sarkastischen Grundton passen. Der Sunshine der Little Miss leuchtet leider nicht stärker, als eine Taschenlampe mit alten Batterien.

Offizielle Webseite zum Film

 
 

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