Rodriguez schnappt sich Crane, Poole & Schmidts Top-Mann

um 17:40 da reingeschubst: Film, Preview, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

Ich muss ja zugeben, daß ich mir nach der Gruselnachricht über das Ende einer der genialsten Serien ever schon latent um James Spader Sorgen gemacht habe. Da hat er in Boston Legal als Alan Shore endlich mal eine Traumrolle, in der er so umwerfend aufgegangen ist, daß man glatt glauben könnte sie wäre extra für ihn gebacken worden und dann ist nach 5 Staffeln Schluss, weil die amerikanischen Seriengucker offensichtlich keinen Geschmack haben (den Spruch hab ich mir jetzt einfach mal gegönnt! Vollpfosten!). Vor meinem inneren Auge zeichneten sich umgehend finstere Horrorbilder ab, in denen James wieder völlig zu Unrecht in obskuren C- und D-Streifen versackt, wo er bekannterweise mangels anständiger Angebote die letzten 20 Jahre verplempern musste. Von den paar Ausnahmen wie Crash und Secretary spreche ich gar nicht erst, denn die fallen kaum ins Gewicht. Ich hab diese Anti-Karriere jedenfalls nie verstanden, denn James ist seit den 80ern einer meiner liebsten Schauspieler und an nicht vorhandenem Talent hat es bei ihm nun schon gar nicht gelegen. (Isser aufsässig? Hatters sich mit jemand in der Chef-Etage verscherzt? Weiß der Geier…)

Äh. Was war das Thema? Ach ja: James Spader hat für die Post-Boston-Legal-Ära den ersten Job in der Tasche und darf gottlob gleich mal für einen Regisseur ran, der im Grunde auch das Telefonbuch von Warschau verfilmen könnte und trotzdem würden die Leute in Scharen in die Kinos rennen. Olle Robert Rodriguez hat nämlich trotz Sin City 2 und 3 und dem hibbelig erwarteten Machete scheinbar immer noch Langeweile und deswegen ein 4. Projekt in der Mache, das mal wieder à la Spy Kids für die ganze Familie gedacht ist. Shorts firmiert unter Comedy Adventure und handelt von einem 11 Jahre alten Jungen, der in den Besitz eines Wunsch-Steins gelangt und damit reichlich Unruhe stiftet. Neben Spader haben auch schon Jon Cryer, William H. Macy und Leslie Mann ihren Karl Wilhelm unter den Vertrag gesetzt!

Moment. Wunsch-Stein? Darf ich mir auch was wünschen? Ich hätte dann gerne noch William Shatner im Cast, der durch die Kulissen rennt, “Denny, Denny Crane - ich habe BSE” brüllt und James auf die Ketten geht. Ja ja. Ich hör schon auf. Trotzdem werd ich doch Boston Legal schonmal vermissen dürfen. Fuck.
(via)

Die 5. Boston Legal Staffel wird halbiert

um 13:53 da reingeschubst: Fernsehen, Preview, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (3)

Dieser Mittwoch ist für mich aber sowas von gelaufen: Während ich mich vorgestern noch wie ein Kullerkeks freuen durfte, daß David E. Kelley trotz neuerdings schwächelnder Quoten für Boston Legal mit hinterhältigen Tricks eine 5. Staffel aus ABC herauspressen konnte, kommt heute der ultimative Dämpfer. Es bleibt zwar bei dieser 5. (Abschluss-) Staffel, aber sie wird nur aus läppischen 13 Episoden bestehen, wie der ABC-Chef geruhte bekannt zu geben. Blöder Penner. Ist doch wahr.

David E. Kelley will diese letzten Folgen zwar selber schreiben, aber das ist nur ein schwacher Trost, denn wenn nicht noch ein unwahrscheinliches Wunder in Form von ein paar Millionen Amis, die zuerst ihr Gehirn und dann Boston Legal einschalten passiert, heisst es von Alan und Denny endgültig Abschied nehmen. Und da hab ich echt keinen Bock drauf. Es will mir absolut nicht in den Schädel, wie man diese grandiose Serie nicht mögen kann. Bissigere Kommentare zum aktuellen politischen Geschehen in den USA nebst intelligenterer First Class Comedy findet man sonst nirgends. Die haben doch alle einen an der Klatsche da drüben. Ich bin stinkesauer. Fuck.
(via)

Boston Legal darf in die 5. Staffel

um 16:08 da reingeschubst: Fernsehen, Preview, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (2)

Das hier rettet mir so richtig den Pfingstmontag: Showrunner David E. Kelley hat es doch tatsächlich mit einem geradezu hinterhältigen Trick fertig gebracht, meiner zuletzt wegen unverständlich schlechter Quoten arg schwächelnden Lieblingsserie Boston Legal eine 5. Staffel zu verschaffen! US-Heimsender ABC hatte sich im Geiste schon von Alan Shore und Denny Crane verabschiedet und darüber offenbar vergessen, was für ein gerissener Hund Kelley ist. Der dachte nämlich nicht im Traum daran sein Baby nach nur 4 Staffeln sterben zu lassen und griff in der Not auf Erpressung zurück: Kelley hatte sich in weiser Voraussicht vor rund zwei Jahren die US-Remake-Rechte an der britischen Hit-Serie Life on Mars gesichert und war nur bereit diese an ABC rauszurücken, wenn Boston Legal noch eine Staffel spendiert bekommt. Tja, da ABC scharf wie Lumpi auf Life on Mars ist, blieb der Chefetage nichts weiter übrig, als auf den Deal einzugehen. David, du bist mein Held des Tages.

Bei uns treiben James Spader und William Shatner als Alan Shore und Denny Crane ihren göttlichen Schabernack auf VOX, wo im Januar die 3. Staffel endete. Wann die Pause endlich vorbei ist und ob es mit Staffel 4 wenigstens noch in diesem Jahr weitergeht, wurde noch nicht bekannt gegeben. Ich hab schlimmen Entzug. Echt jetzt!
(via)

Offizielle CranePooleundSchmidtKanzlei

Der neue Jackman Trailer ist da!

um 18:37 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comment (1)

Diesmal ist Hugh Jackman nicht als X-Men bzw Wolverine oder aalglatter RomCom-Held (bäh!) unterwegs, sondern macht einen auf abgründiger Fiesling. Und das auch noch in einem Film, in dem es um ordentlich Sex, Gewalt und Betrug geht. Endlich! Endlich wird der Hugh mal dreckig! Endlich mal eine Rolle, in der ich ihn (abgesehen von meinem allerliebsten Adamatiumkrallenträger) schon immer mal gern gesehen hätte. Und weil Ostern ist, werden Lolas Wünsche wahr…;o)

Wie es aussieht, kriegt der etliche Male umgenannte Streifen jetzt den Titel Deception. Inhalt:

“Jonathan (Ewan McGregor) is an accountant who has lost his passion in life. When his powerful new lawyer friend, Wyatt (Hugh Jackman), introduces Jonathan to a salacious new sex club called ‘The List’, the dejected accountant soon believes he has found the woman of his dreams. His newfound happiness takes a turn for the worse, however, when Jonathan is named the prime suspect in the woman’s disappearance as well as the theft of 20 million dollars.”

Den Trailer gibts hier. Hmmmm…kommts mir nur so vor, oder erinnert mich der Trailer im Zusammenhang mit dem Inhalt irgendwie an den genialen Todfreunde mit Rob Lowe und James Spader???

Offizielle Sex&Crime-Höhle

Secretary

um 21:17 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (2)

© SunfilmInfo: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Inhalt: Die unsichere Lee (Maggie Gyllenhaal) kommt zurück aus einer psychiatrischen Klinik und fällt in ihre alten Gewohnheiten und den Zwang zurück, sich selbst zu verletzen. Um Normalität in ihr Leben zu bringen, nimmt sie einen Job als Sekretärin an - und findet in der von Erniedrigung und Bestrafung dominierten sexuellen Beziehung zu ihrem Chef (James Spader) ihre Erfüllung.

Lola meint: Dieser feine Indie-Streifen sagte mir leider gar nichts und ich bin nur zufällig in dieses Kleinod hineingestolpert, so wie sein restliches spärliches Publikum in Deutschland sicher auch, da der Film hier durch sein garantiert mageres Werbebudget unter den Tisch gefallen ist. Ausschlaggebend war bei mir die Tatsache, dass James Spader die männliche Hauptrolle spielt – einer meiner absoluten Favoriten seit Perlen wie “Sex, Lügen und Video“, “Frühstück bei ihr” und “Todfreunde“. Wegen ihm hatte ich auch bei der Inhaltsangabe des Streifens keinerlei Bedenken, da einem Mr. Spader mit seiner reduzierten Art auch noch so heikle Themen äußerst sensibel und glaubhaft näher bringt. Demnach sah ich die lauernde Gefahr gebannt, dass die Rubrik S/M mal wieder Hollywoodlike mit einem Haufen lächerlicher Klischees durch den Dreck gezogen wird. Ich sollte Recht behalten.

Aber genug der Lobhudeleien für James Spader und ab zu “Secretary“. Maggie Gyllenhaal, die mir bisher offenbar entfleucht ist, denn ich kann mich spontan nicht erinnern sie schon mal gesehen zu haben, liefert eine unglaublich intensive Performance ab. Bis an die Schmerzgrenze sozusagen, was natürlich im Kontext eine ganz neue Bedeutung bekommt…;o) Es ist eine Wonne ihr dabei zuzusehen, wie sie ihre Figur Lee Holloway vom depressiven und leicht verhuschten Mäuschen zu einer starken Frau werden lässt, die weiß was sie will und dafür mit allen Mitteln kämpft. Maggie ist in allen Lagen würdevoll und einfach liebenswert: Ob in Klamotten, die sogar die nächste Humana-Box an der Straßenecke angewidert wieder ausspucken würde, oder auf allen Vieren, wenn sie ihrem Chef die tägliche Post mit den Zähnen darbietet und auch mit heruntergelassenem Höschen über den Tisch gebeugt, um ihm als pure Wichsvorlage zu dienen.

Schnell mal die Pferdchen wieder einfangen, die gerade mit mir durchgegangen sind und zurück zum Anfang: Es geht ‘einfach’ um eine Frau, die sich auf ihre Weise emanzipiert. Mit der Annahme der Sekretärinnenstelle im Büro des Anwalts Grey versucht Lee sich verzweifelt ein Stück weit von ihrem verkorksten Elternhaus und ihrer bedrückenden Kindheit zu lösen. Lebendig kann sie sich nur fühlen, wenn sie sich die Oberschenkel ritzt, was ihrem Boss nicht lange verborgen bleibt.

Grey, selbst ein emotionaler Krüppel mit Panik vor Gefühlen, ist sofort von Lees Wesen fasziniert, weiß aber nicht so recht mit ihr umzugehen. In seiner Hilflosigkeit behandelt er sie nach und nach immer schroffer und bemerkt, dass Lee keinen Widerstand leistet und offenbar auch noch Spaß daran hat. Er entdeckt dadurch an sich eine leicht sadistische Ader, was ihn sichtlich erstaunt und noch mehr verunsichert. Eine Zeit lang genießen die beiden das Befehl-Ungehorsam-Bestrafen-Spiel und leben ihre Lust in einer sehr soften S/M Beziehung ausschließlich im Büro aus. Grey merkt irgendwann, dass bei Lee Gefühle ins Spiel kommen und schreckt zurück. Liebe?? Die Alte dreht wohl am Rad! Da er wegen seiner neu entdeckten Gelüste ohnehin gegen ein unbequemes inneres Chaos kämpft, stößt er Lee von sich, kündigt ihr abrupt und wechselt sogar die Schlösser aus. Männer…*Kopfschüttel*

Unsere Heldin lässt sich zum Glück von seiner eilig errichteten Mauer nicht abschrecken und durchbricht sie durch einen großen und unglaublich konsequenten Beweis ihrer Liebe. Nach - in diesem speziellen Fall - extrem langen 3 Tagen kommt die Botschaft dann doch schon in seinem Kleinhirn an und er erkennt, dass sie die Frau seines Lebens ist und dazu noch eindeutig die Stärkere in der Beziehung. Was dann folgt, ist einfach nur noch schön und für mich eines der ergreifendsten Happy Ends aller Zeiten. Grey nimmt endlich die immens große Verantwortung eines Doms gegenüber seines Subs an, befreit die trotzige Lee aus ihrer misslichen wie lustvollen Lage, kümmert sich rührend um sie und öffnet ihr seine verletzte Seele. Und wenn sie nicht gestorben sind, versohlt er ihr noch heute den Hintern.

Es ist schwer den Film in eine Schublade zu stecken und ich würde ihn am ehesten als großen kleinen Liebesfilm mit komischen Untertönen einordnen. Es ist für einen amerikanischen Film durchweg bemerkenswert, mit wie viel Respekt und Einfühlungsvermögen das Thema S/M behandelt wird und man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Drehbuchautorin ganz genau wusste worüber sie da schreibt. “Secretary” hat mich mit seiner Ehrlichkeit, seinem prosaischen Grundton und den unglaublich guten Darstellern tief berührt und bewegt und mich sogar ein bisschen neidisch auf das werden lassen, was die beiden Hauptfiguren aneinander haben. Das hat schon lange keiner der üblichen ‘klassischen’ Liebesfilme mehr geschafft. Ich ziehe lediglich einen kleinen Punkt in der A-Note ab, weil es mir im Hinblick auf die folgenden Ereignisse aufstieß, daß Lee am Anfang des Films aus der Klappse entlassen wird: Die meisten S/M-Freunde sind garantiert kein Fall für den Seelenklempner.

Wertung: 10/10

Offizielle Webseite zum Film

 
 

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