SAW III

um 4:39 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (2)

© KinoweltInfo: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Inhalt: Der Killer ringt mit dem Tod. Ein Krebsgeschwür hat sich im Schädel von Jigsaw (Tobin Bell) ausgebreitet. Nur die Maschinen halten das psychopathische Genie noch am Leben. Doch obwohl er bewegungslos im Krankenbett liegt, hat er noch immer alle Fäden in der Hand. Mithilfe seines Schützlings Amanda (Shawnee Smith) entführt er zwei Menschen in seine bizarre Kommandozentrale: die Hirnchirurgin Dr. Lynn Denlon (Bahar Soomekh) und den jungen Familienvater Jeff (Angus Macfayden), die er in grausamen Prüfungen dazu bringen will, den Wert des Lebens zu erkennen. Doch hinter dem perfiden Spiel mit den beiden tut sich ein noch viel größerer Plan auf…

Lola meint: Wenn ich mich für Saw III schon ins Kino gequält habe, bekommt er auch eine etwas längere Besprechung spendiert. Eigentlich würde hier ein ‘Angucken! Und zwar flott!’ völlig reichen, aber ich will mal nicht so sein und allen bisher unschlüssigen Genrefreunden den Kinobesuch ausführlicher und wärmstens ans verfaulte Herz legen.

Probieren wir’s erstmal mit Parolen: ‘Jigsaw is sowas von back!’ oder auch ‘Sadistisch, knallhart und gemein, so sollte jeder Saw-Teil sein!’. Ihr merkt es schon – die Lola ist so entzückt, daß sie sogar reimen tut. Das liegt vor allem daran, daß Saw III im Vergleich zum schwachen 2. Teil die Kurve gekriegt hat und sich auf direktem Weg über Los zu seinen perversen Wurzeln zurück begibt. Das liegt aller Wahrscheinlichkeit nach daran, daß das Saw-Erfinder-Dreamteam James Wan und Leigh Whannell endlich wieder mit vereinten Kräften die Feder geschwungen hat und kein Fremdschreiber reinpfuschen konnte. Aus dem Ergebnis schließe ich ferner, daß James Wan von beiden eindeutig der kränkere Kopf ist, denn beim laschen Vorgänger mit seinen uninspirierten Fallen glänzte der Lümmel durch Abwesenheit.

Aber mal zur Sache: Saw III tut sich mit so herrlich versifften und keimigen Sets hervor, daß man nach dem Abspann erstmal eine Dusche braucht. Die kuschelige Umgebung, die schön düster und kalt mit dem bereits bekannten Grünfilter eingefangen wurde, bildet den Rahmen für einige der perfidesten Foltermaschinen, die je einem gestörten Hirn entsprungen sind. Doktor Lecter hätte an den Apparaturen garantiert seine helle Freude gehabt. Mein absolutes Highlight war der beim Zuschauer ein Höchstmaß an Phantomschmerz verursachende ‘Glieder-Verdreher’, der nicht zuletzt wegen der expliziten Darstellung der Schäden, die er beim Opfer hinterlässt, die Latte für künftige Folterfilme ein ganzes Stück höher hängt. Auch die anderen Häkelarbeiten von Jigsaw konnten sich durchweg sehen lassen, wenn man den im Vergleich recht ‘harmlosen’ Tod im Kühlraum mal ausklammert.

Ab durch die Mitte zur Darstellerriege. Tobin Bell Anhänger dürfen sich über eine Extraportion Screentime ihres Helden freuen. Jigsaw liegt zwar die ganze Zeit halbtot im Bett rum und ist schwer damit beschäftigt seinen unartigen Hirntumor zu dressieren, was ihn aber nicht daran hindert bis zum letzten Atemzug alles und jeden im Griff zu haben. Ups…letzter Atemzug…nu isses raus. Jigsaw stirbt am Ende und das verleitet mich zu einem schönen Gruß nach Hollywald: Stellt bitte sofort die Vorarbeiten zum 4. Teil ein, denn das kann nichts werden!

Der Rest des Casts gibt sich durchweg Mühe, lässt allerdings einen echten Sympathieträger vermissen. Fanclubchefin Amanda aka Shawnee Smith hängt durch gnadenloses Overacting zu sehr die Psychotante raus und nervt schon nach 10 Minuten. Die ebenfalls bereits aus den ersten beiden Teilen als Polizistin bekannte Dina Meyer tritt zu früh ab und Bahar Soomekh kann als depressive und mimisch minderbemittelte Ärztin auch nicht wirklich punkten. Angus Macfadyen (Robert The Bruce aus Braveheart) legt dafür beinahe einen Durchmarsch zum Liebling der Massen hin, wird aber durch seine rachegeile Figur ausgebremst. Also bleibt wieder mal nur Jigsaw zum liebhaben, was nur leider in Teil 3 ebenfalls nicht so recht klappen will, denn er denkt sich zwar hübsche Spiele aus, aber seine Anklagepunkte gegen die Opfer sind wie gehabt arg scheinheilig und seine hässliche Arschloch-Puppe finde ich immer noch total bescheuert.

Jenseits des ganzen visuellen Firlefanzes und der Begeisterung über die ausgeklügelten Morde gibt es diesmal sogar einen anständigen Plot, der etliche offene Handlungsstränge aus den beiden vorangegangenen Teilen aufnimmt und mal mehr, mal minder befriedigend auflöst. Natürlich sind auch wieder ein paar extreme Unwahrscheinlichkeiten am Start, aber über die tröstet der gute Gesamteindruck hinweg. Saw III bildet auf jeden Fall einen würdigen Abschluss der Trilogie - und dabei sollte es auch bleiben. Und nochmal: Pfoten weg von Teil 4!

Offizielle Webseite zum Film

 
 

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