And the Saturn Award goes to…

um 23:04 da reingeschubst: Film, Internet || Fremdplörre: Comments (16)

Urgs. Wegen ein bissi bis viel Stress bin ich glatte eineinhalb Tage nicht dazu gekommen hier was reinzuhäckern. Geht ja wohl gar nicht! Da muss ich doch gleich mal die Winner der diesjährigen Saturn Awards Verleihung nachreichen. OK, der Pokal selber ist jetzt vielleicht nicht ganz so hübsch und sieht eher wie etwas aus, das man im Beate Uhse Shop zusammen mit ner Grosspackung Batterien kaufen kann, aber der Grundgedanke dahinter ist umso wichtiger. Es werden nämlich Filme aus Kategorien bedacht, die sonst eher verächtlich unter den Tisch fallen gelassen werden, wenn sie nicht gerade den Blockbusterstempel haben. Sind denn etwa Science Fiction-, Fantasy- und Horror-Filme irgendwie unwichtiger als andere? Pah!

Davon mal abgesehen finde ich die meisten der diesjährigen Preisträger etwas…ähem zweifelhaft. Sweeney Todd, Eastern Promises und Verwünscht. Hallo?! War das sonstige Angebot so lau, dass das aufs kleinste Übel rauslaufen musste? Wobei man bei diesen Titeln natürlich über die Sache mit dem kleinsten Übel auch noch streiten kann. Zumindest wurde Marcia Gay Harden als beste Nebendarstellerin für ihre umwerfende Performance in Der Nebel ausgezeichnet und die Frisur von Javier Bardem hat nochmal den Pott für No Country for old Men abgegriffen.

Eher lächerlich finde ich den TV-Serien Darstellerinnenpreis für Jennifer Love Hewitt, die ja nun so ziemlich alles ist. Nur keine Schauspielerin. Zumindest gabs auch für meinen Dexter einen Award und von mir aus hätte er der Volksverdummungarschung Lost noch ein paar Preise wegnehmen können. Anyway - hier die Liste:

Best Science Fiction Film: Cloverfield
Best Fantasy Film: Verwünscht
Best Horror Film: Sweeney Todd
Best Action/Adventure/Thriller Film: 300
Best Animated Film: Ratatouille
Best International Film: Eastern Promises

Best Actor: Will Smith (I Am Legend)
Best Actress: Amy Adams (Verwünscht)
Best Supporting Actor: Javier Bardem (No Country for old Men)
Best Supporting Actress: Marcia Gay Harden (Der Nebel)
Best Performance by a Younger Actor: Freddie Highmore (Der Klang des Herzens)

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Die Nominierungen für die MTV Movie Awards 2008 sind raus

um 12:49 da reingeschubst: Fernsehen, Film || Fremdplörre: Comment (1)

Futter für mich alten Awardshowjunkie: MTV hat die Liste der Nominierten für den goldenen Popcorn-Eimer 2008 rausgehauen! Ich liiiiebe diese Show, denn es gibt wohl keine Preisverleihung, die witziger, kurzweiliger und vor allem kultiger ist als diese. Und wenn wir mal ehrlich sind, existiert kaum ein Trophäenbingo, das näher am Geschmack der Massen dran ist, weil eben diese Massen über die Winner entscheiden und nicht irgend eine nebulöse Jury. Ist doch wahr.

Der Vorabpokal für die meisten Nominierungen geht diesmal an Superbad mit 5 und Juno mit 4 Nennungen. Die kratzen mich beide nicht, da ich sie nicht gesehen habe. Den Zustand werde ich höchstens bei Superbad noch ändern, während mir Juno gestohlen bleiben kann. Am schärfsten bin ich eh wieder auf Kategorien wie ‘Bester Bösewicht’, ‘Bester Kuss’ oder ‘Bester Kampf’, auf sternhagelvolle, sich daneben benehmende Promis und auf die legendären Einspieler, bei denen sich die Superstars die Klinke in die Hand geben. Das Hosting übernimmt wieder Mike Myers und ich drücke mir selber die Daumen, daß Sarah Silverman wieder als Laudatorin oder sonst was mit dabei ist, denn ich will nochmal sowas Arschgeiles, wie ihr Paris Hilton Bashing in Anwesenheit derselben. Hell Yeah!

MTV-Ausstrahlungstermin: 2. Juni 2008
LIVE:
Pre-Show ab 1:30
Award Show ab 2:00
Wiederholung:
Pre-Show ab 19:30
Award Show ab 20:00

Die Komplettliste der Nominees, Sarah bringt Paris zum heulen und weils so schön war, Jessica Albas King Kong Abstecher nach dem Klicker:

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No Country for old Osterhasis

um 18:37 da reingeschubst: Gagreel || Fremdplörre: Comments (0)

No Country for old Peeps

Originaltitel: No Country for old Easterbunnys
Genre: Marshmallow-Mash-up
Land: USA
Jahr: 2008
Regie: Harvey & Klopfer Coen
Darsteller: Josh Rabbit, Bugs Bardem, Bunny Lee Jones, uvm
Läuft ab: tbc

Neee…ist natürlich nur Schabernack! ;o)
Aber bei dem süssen Plakat konnte Lola einfach nicht widerstehen. Peeps ist eine amerikanische Marshmallowmarke, deren Osterhasen für einen Bildcontest der Seattle Times herhalten mussten. Mein Pokal geht eindeutig an das Hasi mit dem Bolzenschussgerät!

No Country for old Men

um 4:40 da reingeschubst: Film || Fremdplörre: Comments (3)

© UniversalOriginaltitel: No Country for old Men
Genre: Thriller, Neo-Western
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Joel & Ethan Coen
Darsteller: Josh Brolin, Javier Bardem, Tommy Lee Jones, Woody Harrelson, Kelly MacDonald, uvm
Läuft ab: 28.02.2008
Offiz. Webseite:
www.nocountryforoldmen.de

Inhalt: Llewelyn Moss stösst beim Wildern in der Wüste auf die Überreste eines geplatzten Drogendeals und einen Koffer voller Geld. Als Llewelyn das Geld behält, steht er am Anfang von Ereignissen, die sich nicht mehr aufhalten, geschweige denn rückgängig machen lassen. Ein gestörter Killer, der mit einem Bolzenschussgerät tötet, heftet sich ihm an die Fersen und hetzt ihn bis nach Mexiko. Doch auch der Killer wird verfolgt: Ein alternder Sheriff und ein Auftragsmörder haben die Fährte aufgenommen.

Lola meint: Ich bin wieder in die Coen-Falle getappt. Zum x-ten Mal. Viel zu oft habe ich mich schon durch schmackhafte Trailer und allgegenwärtige Lobpreisungen zu einem Coen-Film verleiten lassen, um dann hinterher ernüchtert festzustellen, dass ich mit dem recht eigenen Stil der Brüder einfach nicht warm werde. Das ist fast so, als ob frau ständig auf den falschen Typ Mann reinfällt und es trotzdem nicht schafft das Beuteschema zu ändern.

Auch bei No Country for old Men konnte ich nicht aus meiner Haut und habe mich wider besseren Wissens von Trailern, Teasern und Oscarregen zu Vorfreude und hohen Erwartungen verleiten lassen. Diese wurden zwar nicht auf ganzer Linie enttäuscht, aber begeistert bin ich lange nicht. Dabei hat mich die Atmosphäre des Films durchaus gefangen nehmen können: Eine Landschaft, die so karg und von der Sonne verbrannt ist, dass selbst die Leinwand staubt. Schlichte, vom Leben gezeichnete Menschen, die mit dieser feindlichen Umgebung verwachsen sind, kein Wort, keine Geste zuviel. Und mittendrin in dieser Trostlosigkeit eine alles beherrschende Figur mit übermenschlicher Präsenz, die schon rein Äusserlich wie ein Anachronismus, ein Fremdkörper wirkt und sich so gar nicht in die ausgeblichenen Bilder einfügen will.

Die Rede ist natürlich von Javier Bardem, der den Begriff des soziopathischen Killers neu definiert. Obwohl nur als Nebenrolle geführt, dominiert er als Anton Chigurh selbst die Szenen, in denen er gar nicht zu sehen ist. Alle anderen Figuren verkommen auf seiner Tour de Force der schmutzigen, sinnlosen Gewalt zu seinen Requisiten, unweigerlichen Opfern. Chigurh wirkt in keiner Szene auch nur ansatzweise menschlich. Wenn er nicht bluten könnte, würde man ihn am ehesten für einen T-800 mit Mireille-Mathieu-Referenztonsur halten. Er zeigt keine Regung beim Töten, hat einen Gang, der keine Hindernisse duldet, führt surreale Gespräche, benutzt eine aussergewöhnliche Waffe, lehnt jegliche Verantwortung für sein Handeln ab. Mit diesen Tricks haben die Coens zusammen mit Bardem eine Figur geschaffen, die mit Sicherheit in Zukunft noch etliche Male zitiert werden wird. Ob seiner Präsenz durchaus zu Recht, nur mich hat dieser Anton Chigurh leider völlig kalt gelassen. Für mich war er zu gewollt auf Kult gebürstet, als dass ich ihn wirklich als bedrohlich empfunden hätte und das ist der Knackpunkt, denn ohne dieses Gefühl funktioniert der ganze Film nicht.

Daran kann auch Josh Brolin nichts mehr ändern, der sich als Chigurh’s Zielobjekt wacker durch die Gegend flüchtet und ihm mit verschmitzter Bauernschläue auch lange die Stirn bieten kann. Brolin gibt den verzweifelten White Trash Vertreter mit Herzblut, bleibt aber trotzdem die ganze Zeit über zu blass und wirkt sogar zu unsympathisch, als dass ich mich ernsthaft mit ihm hätte identifizieren bzw mit ihm hätte mitfiebern können. Lediglich Tommy Lee Jones, der als lahmarschiger Sheriff mit grandiosen One Linern eine Galavorstellung liefert, konnte mich überzeugen, nur leider hat er viel zu wenig Screentime und sein Handlungsstrang eigentlich nichts weiter mit dem Rest zu schaffen.

Womit ich auch schon beim grössten Kritikpunkt wäre: Die Coens weigern sich wiedermal standhaft die Geschichte so zu erzählen, dass sich bei mir als Zuschauerin, die sich mit widerspenstigen Charakteren durch einen widerspenstigen Film geplagt hat, am Ende so was wie Befriedigung einstellen will. Das ist wie beim Sex die Gärtnernummer: Hacken und liegen lassen. Die Herren Coen haben vielmehr Spass daran gegen Ende einen Stilbruch an den anderen zu hängen, fügen kaum etwas zusammen, lassen plötzlich unmotiviert eine Hauptfigur sterben und zeigen es nicht einmal, verweigern die Antwort auf eine brennende Frage und kloppen mit der Brechstange eine zwar schockierende, wenn auch völlig überflüssige und dadurch ärgerliche Szene rein, die wirkt, als sei sie wegen eines verspäteten Einfalls noch nachträglich eingefügt worden. Warum tun sie das? Weil sie es können? Weil sie meinen, dass das cool ist? Ist es nicht und wird es nie. Ich schliesse das hier mit dem letzten Satz des Films ab, den Tommy Lee Jones’ Sheriff sagen durfte, denn er passt wie selten einer: “Und dann bin ich aufgewacht.”

★★★★★★☆☆☆☆ 6/10

Nachklapp: Ich bin mit meiner Unzufriedenheit wenigstens nicht alleine ;o)

 
 

Janz früher mal...

 

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