Ridley Scott schickt Crowe und Miller in den Sherwood Forest

um 2:10 da reingeschubst: Film, Internet, Preview || Fremdplörre: Comments (2)

Um eins gleich mal vorneweg klarzustellen: Alan Rickman hat mich ein für alle mal für jeden weiteren Robin Hood Streifen verdorben. Was er da 1991 abgeliefert hat, kann nicht getoppt werden und who the fuck is dieser Kevin? Hat der auch mitgemacht? Aber da Weihnachten auch dieses Jahr nicht abgesagt wird, mache ich für Ridley Scott eine Ausnahme und erwähne hiermit seine geplante Robin Hood Verfilmung mit dem für dieses Thema mal ‘anderen’ Titel Nottingham. Das mache ich nur, weil Ridley für Blade Runner, Alien, Black Rain, Thelma & Louise und ja - auch für Gladiator und Hannibal auf ewig einen dicken Stein bei mir im Brett hat. Er kann zwischendurch ruhig noch so viel Quatsch zusammendrehen und ich nehms ihm nicht übel. Und ausserdem hat Herr Scott es doch tatsächlich wieder geschafft, die von ihm höchstselbst erschaffene Diva Russell Crowe zu überreden die Titelrolle anzunehmen (aller guten Dinge sind drei passt hier allerdings nicht so ganz, denn Ein gutes Jahr hiess zwar so, war aber eher ein einschläferndes).

Back to Nottingham, der die altbekannte Story angeblich gegen den Strich bürsten will und einige Überraschungen parat haben dürfte: Russell soll einen netten (!!!) Sheriff geben, der sich in Lady Marian (Sienna Miller) verguckt, woraus dann ein pikantes Liebesdreieck entsteht, denn Marian ist mit einem abgeranzten Hooligan und Hobbytaschendieb namens Robin am rummachen. Oder so ähnlich. Jedenfalls soll Nottingham eher als Komödie (RomCom?) angelegt sein, woran ich aber im Moment noch nicht so richtig glaube, denn erstens gibts bisher nur Spekulationen und zweitens äh…Russell in ner Komödie? Das fällt eindeutig unter Dinge, die ich mir nicht vorstellen kann und will. Und schiefgehen tuts auch. Ganz bestimmt.
(via)

Mr. Brooks - Der Mörder in dir

um 21:24 da reingeschubst: DVD, Film || Fremdplörre: Comments (15)

© ConcordeOriginaltitel: Mr. Brooks
Genre: Thriller, Drama
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Bruce A. Evans
Darsteller: Kevin Costner, William Hurt, Demi Moore, Dane Cook, Marg Helgenberger, Danielle Panabaker, uvm
Medium: DVD
Offiz. Webseite:
www.theressomethingaboutmrbrooks.com

Inhalt: Earl Brooks ist ein treusorgender Familienvater, hingebungsvoller Ehemann und erfolgreicher Geschäftsmann. Doch hinter dieser makellosen Fassade lauert ein Geheimnis: Brooks zieht in der Nacht los und mordet, immer getrieben von seinem dunklen Alter Ego namens Marshall. Weil er seine Opfer völlig willkürlich auswählt und keine Spuren hinterlässt, tappt die Polizei im Dunkeln. Bei Earls neuestem Mord geht aber etwas schief, denn er wird von einem Zeugen beobachtet und sogar fotografiert. Dem Zeugen gefällt das Gesehene und er beschliesst Earl Brooks mit den Fotos zu erpressen, damit er ihn bei seinem nächsten Mord begleiten darf. Brooks muss sich fortan mit dem ungebetenen, aggressiven Komplizen arrangieren, der ihm nicht mehr von der Seite weicht. Zu allem Überfluss droht noch von einer anderen Seite Gefahr, denn auch die Polizistin Tracy Atwood hat sich an Earls Fersen geheftet.

Lola meint: Ladies and Gentlemen, herzlich Willkommen bei Evans-Airlines. Bevor wir abheben haben Kapitän Bruce A. Evans und Co-Pilot Raynold Gideon noch ein kleines Anliegen: Bitte schrauben Sie sich die Schädeldecke ab, entnehmen Sie vorsichtig ihr Gehirn und legen Sie es zur Aufbewahrung in ein geeignetes Gefäß. Diese Maßnahme ist notwendig, um in den nächsten 2 Stunden bis zur Landung jegliches logische Denken zu vermeiden. Wenn unsere gemeinsame Reise beim Abspann beendet ist, dürfen Sie sich Ihr Hirn natürlich wieder einsetzen. Evans-Airlines entschuldigt sich für etwaige Unannehmlichkeiten.

Den Schabernack jetzt mal beiseite, denn nach dem Abspann von Mr. Brooks war ich nicht gerade albern drauf. Was uns Regisseur und Drehbuchautor Bruce A. Evans und sein Co-Autor Raynold Gideon hier auftischen ist eine Story, die nur aus dummen Zufällen, himmelschreienden Unwahrscheinlichkeiten und ärgerlichen Vermutungen besteht. Garniert wird der ganze Blödsinn durch pure Langweile und eine Inszenierung, die zäh wie ein alter Putzlappen ist.

Zum Glück habe ich damals beim Kinostart den ganzen positiven Kommentaren nicht so recht geglaubt und lieber auf die DVD aus der Leihe gewartet, denn sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch mehr geärgert. Dabei ist die Grundidee den Schwiegermuttertraum Nummer 1 als Serienmörder auf den Zuschauer loszulassen durchaus verheissungsvoll, denn Kevin Costner ist ein guter Schauspieler und hat wegen der komplett gegen sein Image gebürsteten Rolle garantiert einen Freudensalto rückwärts hingelegt.

An Costner ist soweit auch nichts auszusetzen, denn er schlägt sich wacker gegen das unterirdische Drehbuch und lotet die Abgründe seines Charakters mit Genuss aus. Ich hatte öfters den Eindruck, dass der gute Kevin sogar Heidenspaß an der dunklen Seite der Macht hatte, denn er läuft vor allem in den Szenen zu Hochform auf, in denen er so richtig fies sein darf. Trotz der guten Leistung Costners gibt es jemanden im Cast, der ihm nach allen Regeln der Kunst die Show stielt und dieser jemand ist William Hurt als Brooks’ zwar imaginäre, aber dafür extrem redselige dunkle Hälfte. Hurt spielt sich einen Wolf und legt eine Performance hin, für die er mindestens eine Oscarnominierung hätte bekommen müssen. Hat er aber nicht, weil die in der Academy ohnehin alle einen an der Waffel haben, was mit der ausgebliebenen Nominierung bewiesen wäre. So.

Meine Güte – ich komm hier schon wieder vom Hundertsten ins Tausendste, dabei wollte ich mich wegen akutem Murksfilm-Alarm kurz fassen. Hat mal wieder nicht geklappt. Dann kann ich mich ja noch weiter über das Drehbuch beschweren: Als den beiden Schreibern auffiel, dass ihre Idee um den mordenden Saubermann zwar gut, aber nicht abendfüllend ist, haben sie die Story mit Nebenhandlungssträngen aufgepumpt. Da wäre z.B. die auf Autopilot agierende Demi Moore, die als brettharte Polizistin mit Millionenerbe auf dem Konto nicht nur unglaubwürdig ist, sondern auch noch herzlich wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Sie ärgert sich primär mit ihrer Scheidung herum und kommt nicht mal annähernd an Brooks heran, weil sie ihm nicht nur einen, sondern mindestens 5 Schritte hinterher hinkt. Deswegen hat man ihr als Beschäftigungstherapie neben der Scheidung einen zweiten Serienmörder ins Skript geschrieben. Der hat im Grunde auch nichts mit Brooks zu tun, ist aber wenigstens für ein bisschen Schmuddel und eine gut abgehangene Leiche zuständig. Brooks ist für sowas nämlich nicht zu gebrauchen, weil er steril mit gezieltem Kopfschuss tötet und die sonst vorherrschenden Hochglanzbilder auch nicht gerade zu einem erhöhten Puls beitragen.

Gleich zwei Serienmörder in einem Film? Das ist ja geradezu inflationär. Offenbar für unser Autorenduo des Grauens nicht inflationär genug, denn Brooks darf sich auch noch widerwillig mit einem nervenden Serienmörder-Azubi rumärgern und muss nebenbei feststellen, dass sein rehäugiges Töchterchen offenbar von ihm das Serienmörder-Gen geerbt und sogar schon aktiviert hat. Ja. Ist klar. Sowas ist vererbbar. Ganz bestimmt. Und wenn ich jetzt noch mal das Wort Serienmörder schreiben muss, werd ich auch zu einem. Dann wären wir schon zu fünft und könnten ein Basketballteam bilden. Ahrg.

Da stellt sich glatt die Frage, wie man zwei Stunden gequirlte Scheisse am Stiel erträgt ohne einzupennen, zumal die bereits erwähnte dröge Inszenierung erst recht als Schlafmittel deluxe wirkt. Ganz einfach: Man erschrecke den weggeschlummerten Zuschauer mit geschickt platzierten akustischen Buh-Effekten. Das soll heissen, dass Geräusche wie Schüsse und ähnliches Zeug so laut sind, dass einem vor Schock glatt die Fernbedienung aus der Hand plumpst. Blöd fürs Trommelfell und die Nachbarn, denn dann kann man nicht mehr so leicht leiser drehen. Wenn man schon die Augen offen hat, wird einem mit vorsätzlichen und nur zu diesem Zweck eingefügten Gore-Szenen vorgegaukelt, man hätte während dem Nickerchen was verpasst. Hat man aber nicht. Und ich hab jetzt keine Lust mehr. Costner und Hurt sind über jeden Zweifel erhaben, der Rest ist Müll. Amen.

★★★☆☆☆☆☆☆☆ 3/10

 
 

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