Nights in Rodanthe - Gere und Lane probieren es nochmal

um 16:45 da reingeschubst: Film, Preview, Trailer || Fremdplörre: Comments (9)

Alle, die zuviel Testosteron im Blutkreislauf haben, jetzt gaaaanz schnell weiterscrollen, denn hier gehts um Richard Gere in einer Nicholas Sparks Verfilmung. Ha! Damit dürfte ich auf einen Schlag 99,9% der werten Leserschaft vertrieben haben. Mir doch schnuppe. Bei mir ist ne fette Erkältung am anrollen und ich fühl mich wie bäh. Deswegen muss jetzt was fürs Herz her: Richard Gere und Diane Lane, die ich immer gern hab, auch wenn 3/4 ihrer Filme echte Gurken sind, versuchen es 6 Jahre nach dem eher mittelprächtigen bis lauwarmen Untreu nochmal miteinander und wagen sich an den grössten Schmalzgarant in punkto Romanvorlagen. Nights in Rodanthe (das Buch heisst bei uns “Das Lächeln der Sterne”) von Sparks dürfte mal wieder ein Tränendrücker allererster Güte werden, denn ich will ja nicht unken, aber normalerweise muss bei Sparks-Verfilmungen immer eins der Turteltäubchen den Löffel abgeben (ist das in den Büchern auch so? lesen würd ich die nichtmal gegen Bezahlung) und auch der Trailer kann mich nicht von der Vorhersage abbringen. Ausserdem suggeriert mir der Plot spontan eine thematische Nähe zu den von mir heissgeliebten Brücken am Fluss mit Papa Clint und Mutti Meryl. Weia. Dann muss ich auf alle Fälle noch ne Grosspackung Rotzfahnen auf Vorrat bunkern, bevor ich mir den Streifen gebe. Läuft angeblich ab Oktober, kann sich aber noch nach hinten verschieben.

Inhalt: Adrienne Willis (Diane Lane), a woman with her life in chaos, retreats to the tiny coastal town of Rodanthe, in the Outer Banks of North Carolina, to tend to a friend’s inn for the weekend. Here she hopes to find the tranquility she so desperately needs to rethink the conflicts surrounding her: A wayward husband who has asked to come home, and a teenaged daughter who resents her every decision. Almost as soon as Adrienne gets to Rodanthe, a major storm is forecast and Dr. Paul Flanner (Richard Gere) arrives. The only guest at the inn, Flanner is not on a weekend escape but rather is there to face his own crisis of conscience. Now, with the storm closing in, the two turn to each other for comfort and, in one magical weekend, set in motion a life-changing romance that will resonate throughout the rest of their lives.
(via)

Drama, Baby! Wir brauchen mehr Drama! Herzschmerztrailer nach dem Klicker…*schnief*

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Damages - Da bleibt einem glatt die Spucke weg

um 13:57 da reingeschubst: Fernsehen, TV-Serien || Fremdplörre: Comment (1)

Meine Fresse! Was für ein mieses Drecksstück!

Zugegeben, ich war im Vorfeld durchaus skeptisch, ob die neue Anwaltsserie Damages - Im Netz der Macht in der selben Liga wie Boston Legal und Shark spielt. Dass sie es tut, daran zweifle ich nach den ersten beiden Folgen, die gestern Abend auf Kabel 1 liefen, keine Sekunde mehr. Was die Autoren hier an düsteren Abgründen rund um ihren bestens aufgelegten Star Glenn Close gestrickt haben, war in dieser Form noch nicht auf dem Bildschirm zu sehen. Zumindest nicht mit einer Frau im Zentrum, was den Grossteil der Faszination ausmachen dürfte.

Die von Glenn gespielte Patty Hewes hat das, was sonst nur männliche Hauptfiguren haben dürfen: Eier aus Granit und absolut kein Gewissen. Bis kurz vor Schluss der ersten Episode dachte ich noch, dass die Frau verdammt kuhl ist und mit fast allen legalen und illegalen Mitteln gegen ihre Widersacher vorgeht. Aber das ist nur die Wahrheit, die sie alle Aussenstehenden glauben machen will, denn im Grunde ist Patty genau das miese Drecksstück, das ich oben schon erwähnt habe. Die ‘Dame’ (hust) interessiert sich nur für sich selbst und geht dafür buchstäblich über Leichen (wuff). Diese Erkenntnis kam während eines brillanten Plottwists, der einem in nur 5 Minuten all das unter den Füssen wegriss, was man in den 45 Minuten vorher schon zu wissen glaubte. Ganz grosses Tennis!

Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob dieses hohe Niveau während den verbleibenden 11 Folgen der ersten Damages-Staffel gehalten wird. Zwei kleine Wünsche hätte ich noch: Ein bisschen weniger Overacting bei Ted Danson und ein bisschen mehr ‘normales’ Acting bei der arg blassen Rose Byrne, die mich als Pattys Fussabtreter im nervigen Bambimodus nicht überzeugen konnte.

Peh Ess: Da sich dieser Vergleich vielen aufgedrängt haben dürfte, muss ich glatt mal Folgendes festhalten: Gegen Damages ist Der Teufel trägt Prada der reinste Kindergeburtstag.

Offizielle HewesKanzlei

AFTRA vs. SAG - Neue Streikwolken am Hollywood-Horizont

um 3:07 da reingeschubst: Fernsehen, Film, Internet, TV-Serien || Fremdplörre: Comments (0)

AFTRA vs. SAGVor allem den Serienfans und Awardshowjunkies unter uns dürften sich bei dem Wort ‘Streik’ sofort die Nackenhaare aufstellen, hatten und haben wir doch bis jetzt mit den Auswirkungen des jüngst beendeten Streiks der Drehbuchautoren in Hollywood zu kämpfen. Verkürzte Serienstaffeln nebst ungeplanten Staffelpausen, eine ausgefallene Golden Globe Verleihung und ein Spar-Oscar schwappten als spürbare Konsequenz des Arbeitskampfes auch zu uns über den grossen Teich. Jetzt droht neues Ungemach, denn die beiden grossen Schauspielergewerkschaften American Federation of Television and Radio Artists (AFTRA) und die Screen Actors Guild (SAG) streiten sich im Moment nicht mit den Produzenten, sondern untereinander und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Die AFTRA und die SAG waren sich schon in der Vergangenheit nicht besonders grün, hatten aber seit 27 Jahren ein Abkommen, nach dem sie immer gemeinsam neue Verträge mit der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) aushandelten, denn gemeinsam ist man nunmal stärker. Dieses Abkommen hat die AFTRA jetzt letzten Samstag aus heiterem Himmel und nur drei Stunden vor einem Treffen mit der SAG aufgelöst, da die mächtigere SAG die Interessen der AFTRA-Mitglieder in der Vergangenheit bei Vertragsverhandlungen angeblich nicht genügend berücksichtigt hatte und lieber ihr eigenes Süppchen kochte.

Die Köpfe der Verbände tauschen seitdem Nettigkeiten aus:

“In den vergangenen Jahren hat die SAG-Führung in Hollywood eine Kampagne der Fehlinformation und Verunglimpfung durchgeführt” wetterte AFTRA-Präsidentin Roberta Reardon, worauf hin SAG-Präsident Alan Rosenberg zurück giftete “AFTRAs Weigerung gemeinsam zu verhandeln und der Abbruch in letzter Sekunde ist kalkuliert, zynisch und dient vielleicht den Interessen der Organisation, aber nicht denen der Mitglieder.”

Der ganze überflüssige Zoff sorgt in den Reihen der Produzenten für Goldgräberstimmung, denn die Schauspielervertäge laufen zum 30.06.2008 aus und die neuen Verhandlungen hätten eigentlich schon Mitte Februar beginnen sollen. Diesen Termin hatte die SAG aus taktischen Gründen abgelehnt, um sich gemeinsam mit der AFTRA ausgiebig auf die Gespräche vorbereiten und abstimmen zu können und um die Produzenten ein bisschen zappeln zu lassen. Stars wie George Clooney, Robert DeNiro, Tom Hanks und Meryl Streep hatten zu diesem Zeitpunkt wegen der kalkulierten Verzögerung schon Angst vor einem verheerenden Schauspielerstreik und drängten öffentlich auf einen schnellen Verhandlungsbeginn.

Seit dem überraschenden Break up letzten Samstag ist aber natürlich nochmal alles anders und vor allem schlechter: Die neuen Umstände veranlassen die AFTRA und die SAG jetzt dazu getrennt um die AMPTP herumzutanzen und darum zu betteln, dass man sich doch zuerst mit ihnen und nicht mit der anderen Gewerkschaft an den runden Tisch setzen möge. Das ist, wie jeder vernünftig denkende Teppichhändler Mensch sofort erkennt, eine ganz schlechte Basis.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie lange sich die eigentlichen Opfer des Gezoffes, die Schauspieler, den Zirkus noch angucken bzw. dabei zugucken, wie ihre Felle davon schwimmen. Ein grosses Topic in den neuen Verträgen sollte, wie auch schon bei den Drehbuchautoren, die bessere Beteiligung an DVD-Verkäufen und dem Online-Geschäft sein. Davon wollen die Produzenten aber - und vor allem wegen ihrer unverhofften neuen starken Position - natürlich überhaupt nichts wissen. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis in der Traumfabrik die Räder nicht nur Sand im Kugellager haben, sondern komplett still stehen.
(via, via & via)

Golden Globes 2007

um 11:06 da reingeschubst: Fernsehen, Film, TV-Serien || Fremdplörre: Comment (1)

Golden GlobeInfo: Dies ist ein Review, das ich in altmodischer Handarbeit aus meinem alten Blog übernommen habe, weil der Import nicht uns Verrecken funzen wollte. Das oben genannte Datum entspricht dem ursprünglichen Postingdatum. “Himbeerlola.de” existiert erst seit dem 01.03.2008.

Da hab ich mir mal wieder die Nacht für eine Preisverleihung um die Ohren gehauen. Aber wenn’s um die Globes geht, kann man das als alter Awardjunkie schonmal machen. Ich betrachte die Golden Globes immer als Wachbleib-Training für die Oscars und mag diesen Preis sehr gern, weil mir die Vergabekriterien im Vergleich zu den Goldjungs immer wesentlich ehrlicher erscheinen und auch noch TV-Produktionen ausgezeichnet werden, womit die sonst so strenge Trennung aufgehoben wird. ‘Gelohnt’ hat sich das Durchhalten diesmal auch, da gleich mehrere meiner Favoriten das Rennen gemacht haben: Helen Mirren, Meryl Streep, Hugh Laurie, Kyra Sedgwick und Grey’s Anatomy.

Meine Wunschfilm-Guckliste hat durch die Gewinner wieder etliches zugelegt: “The Queen” (war sowieso drauf - und zwar ganz oben), “Babel”, “Der letzte König von Schottland” und evtl. “Dreamgirls” (trotz des nervigen Eddie Murphy der noch nervigeren Beyoncé). Bei den TV-Preisträgern hoffe ich inständig, daß wir hier nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag auf die Ausstrahlung warten müssen: “Elisabeth I“, “Broken Trail” und “Gideon’s Daughter” sind extrem vielversprechend!

Weniger geschmeckt hat mir, daß die US-Variante von “Verliebt in Berlin” so abgeräumt hat. Die blöde Aschenputtelstory war schon bei uns das Allerletzte und die Einspieler während der Show sahen nicht viel anders aus, als unser Machwerk. Ebenfalls total daneben: Der beste fremdsprachige Film für die US-Produktion “Letters from Iwo Jima” von Eastwood. Um Gottes Willen nichts gegen Großmeister Clint, aber in dieser Kategorie sollte der Preis wie vorgesehen ins Ausland gehen und nicht als Mogelpackung unter der Hand verschachert werden, damit sich die Herren und Damen Abstimmer bloß nicht zwischen Eastwood und Scorsese entscheiden müssen. Es hackt wohl.

Meine persönlichen Globes der Nacht gingen an: Hugh Laurie für die beste, witzigste und bissigste Dankesrede, Salma Hayek für das Kleid, die Abstimmer der Foreign Press für das totale Übergehen des “Lost”-Bullshits und das eisige Ignorieren des arroganten Halbaffen Leonardo DiCaprio, Helen Mirren und Meryl Streep für das Niederwalzen aller jungschen Hühner durch pure Präsenz und last but not least jeden Ami, der Sacha Baron Cohen nicht für Borat verklagt hat (wie er selbst so schön sagte). Und die echten Globes gingen an:

Sparte Film:

Bester Film Drama
Babel

Bester Film Komödie/Musical
Dreamgirls

Beste Regie
Martin Scorsese - Departed

Bester fremdsprachiger Film
Letters from Iwo Jima (USA) – Clint Eastwood

Bester Hauptdarsteller Drama
Forest Whitaker – Der letzte König von Schottland

Beste Hauptdarstellerin Drama
Helen Mirren – The Queen

Bester Hauptdarsteller Komödie/Musical
Sacha Baron Cohen – Borat

Beste Hauptdarstellerin Komödie/Musical
Meryl Streep – Der Teufel trägt Prada

Bester Nebendarsteller
Eddie Murphy – Dreamgirls

Beste Nebendarstellerin
Jennifer Hudson – Dreamgirls

Bestes Drehbuch
Peter Morgan – The Queen

Beste Filmmusik
Alexandre Desplat – The Painted Veil

Bester Filmsong
Prince - Happy Feet – “The Song of the Heart”

Bester Animationsfilm
Cars

Sparte TV:

Beste Serie Drama
Grey’s Anatomy

Bester Serien-Hauptdarsteller Drama
Hugh Laurie – Dr. House

Beste Serien-Hauptdarstellerin Drama
Kyra Sedgwick – The Closer

Beste Serie Komödie oder Musical
Ugly Betty

Bester Serien-Hauptdarsteller Komödie oder Musical
Alec Baldwin – 30 Rock

Beste Serien-Hauptdarstellerin Komödie oder Musical
America Ferrera – Ugly Betty

Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm
Elizabeth I

Bester Hauptdarsteller Mini-Serie oder Fernsehfilm
Bill Nighy – Gideon’s Daughter

Beste Hauptdarstellerin Mini-Serie oder Fernsehfilm
Helen Mirren – Elizabeth I

Bester Nebendarsteller Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm
Jeremy Irons – Elizabeth I

Beste Nebendarstellerin Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm
Emily Blunt – Gideon’s Daughter

Cecil B. DeMille Award (Lebenswerk)
Warren Beatty

Offizielle Golden Globes Seite

 
 

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